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Gold steigt auf 4.100-Dollar-Widerstand, während die US-Inflation den stärksten monatlichen Rückgang seit 2020 verzeichnet

Die Goldpreise sind am Dienstag kräftig gestiegen und näherten sich erneut der Marke von 4.100 US-Dollar je Unze, nachdem die US-Inflationsdaten deutlich besser als erwartet ausgefallen waren und die Erwartungen bestärkten, dass die Federal Reserve die Zinsen bis zum Jahresende unverändert lassen wird. Laut Kitco News wurde Spot-Gold zuletzt bei 4.087,40 US-Dollar je Unze gehandelt, ein Tagesplus von mehr als 2 Prozent, nachdem das Edelmetall unmittelbar nach Veröffentlichung des Inflationsberichts einen Sprung von fast 60 Dollar verzeichnet hatte. Das Edelmetall testet nun einen wichtigen Widerstand bei 4.100 Dollar, ohne diesen bislang jedoch entscheidend nach oben durchbrochen zu haben.

Auslöser der Bewegung war das U.S. Bureau of Labor Statistics, das am Dienstag meldete, dass der Consumer Price Index (CPI) im Juni um 0,4 Prozent gefallen ist, nach einem Anstieg von 0,5 Prozent im Mai. Das Ergebnis fiel deutlich besser aus als die Konsensschätzung eines Rückgangs von 0,1 Prozent.

Das Bureau stellte fest, dass dieser monatliche Rückgang der stärkste seit April 2020 war, als der Index um 0,8 Prozent gefallen war. Auf Jahresbasis stieg die Gesamtinflation in den vergangenen zwölf Monaten um 3,5 Prozent, ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vormonatsstand von 4,2 Prozent. Ökonomen hatten einen Jahresanstieg von 3,8 Prozent erwartet, womit der tatsächliche Wert eine bemerkenswerte Überraschung nach unten darstellte.

Der Core CPI, der die schwankungsanfälligen Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, blieb im Juni unverändert, nach einem Anstieg von 0,2 Prozent im Mai. Die Konsensschätzungen hatten erneut ein monatliches Plus von 0,2 Prozent erwartet. Auf Jahresbasis lag die Kerninflation bei 2,6 Prozent, nach 2,9 Prozent im Mai.

Der schwächere Inflationsausdruck hat dem Goldmarkt nach Angaben von Kitco News eine wichtige Stütze geliefert, da der nachlassende Preisdruck die Dringlichkeit weiterer geldpolitischer Straffungsmaßnahmen durch die Federal Reserve verringert. Niedrigere Zinserwartungen wirken sich in der Regel positiv auf Gold aus, das keine Rendite abwirft und vergleichsweise attraktiver wird, wenn die Opportunitätskosten seiner Haltung sinken. Trotz der starken Intraday-Bewegung hat Gold den Widerstand bei 4.100 Dollar noch nicht überwunden.

Marktteilnehmer werden genau beobachten, ob das Edelmetall seinen Schwung aufrechterhalten und einen entscheidenden Ausbruch über diesen technischen Schwellenwert erzielen kann. Quelle: Kitco News, Bericht von Neils Christensen.

Quelle: kitco.com

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