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Netzengpässe treiben Unternehmen zu dezentralen Stromerzeugungssystemen

Unternehmen in den gesamten Vereinigten Staaten wenden sich zunehmend dezentralen Stromerzeugungssystemen zu, da überlastete Stromnetze Schwierigkeiten haben, die steigende Nachfrage nach Elektrizität zu decken, wie Vince Canino, CEO von Capstone Energy+, berichtet. Capstone, ein Anbieter von Mikroturbinen und dezentralen Stromerzeugungssystemen für Industrie- und Gewerbekunden, hat einen deutlichen Anstieg der Kundennachfrage verzeichnet, der auf Bedenken bezüglich der Energiesicherheit und Anforderungen bei der Geschäftsexpansion zurückzuführen ist. Das Unternehmen beobachtet wachsendes Interesse aus Branchen wie dem Gesundheitswesen und verfolgt aktiv Projekte in der Rechenzentrumsbranche.

Canino gab an, dass sich aktuelle Marktdiskussionen auf Energiesicherheit konzentrieren und nicht auf traditionelle Kosten-Nutzen-Analysen. Er merkte an, dass Kunden nun deutlich größere Stromerzeugungssysteme kaufen als in bisherigen Mustern üblich. Capstone-Kunden kaufen Energieblöcke von drei bis sechs Megawatt, ein signifikanter Anstieg gegenüber den kleineren Projekten, die in den Vorjahren üblich waren.

Laut Capstones Analyse kann ein Ein-Megawatt-System zu jedem gegebenen Zeitpunkt Strom für etwa 750 bis 1.000 Haushalte bereitstellen, abhängig vom durchschnittlichen Haushaltsverbrauch und vom geografischen Standort. Die Verlagerung zur dezentralen Stromerzeugung beschleunigt die Kaufzeitpläne. Canino erklärte, dass sich Entscheidungszyklen verkürzen, da es für Unternehmen nicht mehr um die Frage geht, ob sie Strom wollen, sondern ob sie diesen bekommen können, wenn sie ihn brauchen.

Er sagte: "Es geht nicht so sehr darum, ob ich Strom will, sondern darum, ob ich ihn bekommen kann, wenn ich ihn brauche." Capstone hat seine Technologie bereits in realen Anwendungen eingesetzt. Das Unternehmen installierte ein zwei-Megawatt-Kraft-Wärme-Kopplungssystem im Scripps Mercy Hospital in San Diego, das sowohl während normaler Betrieb als auch als Notstromversorgung bei Netzausfällen Elektrizität bereitstellt. Das Unternehmen hat seine Mikroturbinen-Technologie auch bei Rechenzentren in kleinerem Maßstab eingesetzt, obwohl Canino bemerkte, dass Capstone noch keine Installationen bei großflächigen Rechenzentrumseinrichtungen abgeschlossen hat.

Die wachsende Nachfrage nach dezentralen Stromerzeugungssystemen spiegelt breitere Bedenken bezüglich der Netzzuverlässigkeit und Kapazitätsengpässe wider, die amerikanische Stromversorgungsunternehmen beeinflussen.

Quelle: energynews.oedigital.com

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