Die Ölpreise zeigten am Mittwoch minimale Bewegungen nach tödlichen Angriffen auf Handelsschiffe in zwei kritischen globalen Schifffahrtskorridoren, wobei Bedenken hinsichtlich der Risiken für internationale Seerouten bestehen bleiben. Brent-Rohöl-Futures, der internationale Leitindex, fielen um 13 Cent auf 88,78 Dollar pro Barrel um 10:40 Uhr ET, während U.S. West Texas Intermediate-Rohöl-Futures um 29 Cent auf 82,91 Dollar pro Barrel fielen, wie CNBC berichtet.
Die gedämpfte Marktreaktion kam nach Angriffen von Iran-unterstützten Huthi-Rebellen, bei denen sechs Menschen auf einem Frachtschiff in der Meerenge Bab el-Mandeb am Dienstag getötet wurden, was die ersten gemeldeten Todesfälle durch Angriffe auf die Schifffahrt im Roten Meer in mehr als einem Jahr markiert. Stunden später gaben U.S.-Streitkräfte an, Raketen auf ein Containerschiff abgefeuert zu haben, das angeblich die amerikanische Blockade iranischer Häfen im Golf von Oman durchbrechen wollte. Diese Zwischenfälle unterstreichen die wachsende Auswirkung des fast sechs Monate alten Konflikts, der zwei wichtige globale Schifffahrtsrouten betrifft.
Allerdings zeigen diplomatische Bemühungen zur Wiedereröffnung der Meerenge von Hormuz Zeichen von Fortschritt, was die Marktvolatilität möglicherweise bremst. José Torres, Senior Economist bei Interactive Brokers, merkte an, dass Bedenken hinsichtlich der Erdölversorgung im Nahen Osten trotz Hinweisen auf eine mögliche Annäherung zwischen den USA und dem Iran bezüglich der Meerenge von Hormuz bestehen bleiben. Pakistan hat sich optimistisch über ein mögliches Abkommen zwischen Washington und Teheran geäußert, wobei Torres betonte, dass Märkte noch auf konkrete Fortschritte warteten.
Torres erklärte in einer Mitteilung vom späten Dienstag, dass Investoren mehrere Wochen lang auf ein Abkommen warteten, und dass greifbare Fortschritte erforderlich wären, damit die Renditen deutlich fallen und Aktien weiter steigen würden. Er verwies auch auf leicht steigende Ölpreise als Beweis dafür, dass Versorgungsbedenken, die sich aus dem Nahost-Konflikt ergeben, aus den Marktberechnungen noch nicht vollständig verschwunden sind.
Quelle: cnbc.com