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Rohöl schliesst höher, während Iran Hormuz-Sperrung androht und Spannungen im Golf anhalten

Die Rohölbenchmarks schlossen am Dienstag, 11. August 2026, in einer volatilen Sitzung höher, die von Schlagzeilen zur geopolitischen Situation im Nahen Osten und widersprüchlichen Signalen bezüglich diplomatischer Fortschritte geprägt war, wie investinglive.com berichtet. Brent-Rohöl-Futures stiegen um etwa ein Dollar und schlossen in der Nähe von neunundachtzig Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate Rohöl um einen ähnlichen Betrag zulegte und bei etwa dreiundachtzig Dollar schloss.

Dies setzte den Gewinn vom Montag von etwa fünf Prozent fort, der kam, als sich die Hoffnungen auf ein schnelles US-Iran-Friedensabkommen zu verflüchtigen begannen. Beide Benchmarks verzeichneten ihre höchsten Schlusskurse seit dem 31. Juli in einer zweiten aufeinanderfolgenden Sitzung.

Die Sitzung erlebte mehrere Richtungswechsel. Die Preise stiegen zunächst an, wobei Brent und WTI Intraday-Höchststände von etwa neunzig beziehungsweise fünfundachtzig Dollar erreichten, nachdem jemenitische Houthi-Rebellen ein saudi-arabisches Schiff mit Militärausrüstung in der Nähe der Meerenge Bab al-Mandeb angegriffen hatten. Dieser Anstieg wurde vollständig durch konstruktivere Signale von Vermittlern rückgängig gemacht: Das Außenministerium Katars gab an, dass Gespräche zwischen Oman und Iran über die Meerenge ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hätten, während Pakistans Verteidigungsminister andeutete, dass die USA und der Iran einer Form von Einigung nahe seien.

Beide Benchmarks fielen auf Sitzungstiefs von etwa siebenundachtzig beziehungsweise einundachtzig Dollar auf diese Nachricht hin, bevor sie erneut stiegen, nachdem das Wall Street Journal berichtete, dass amerikanische Truppen auf ein unter panamischer Flagge fahrendes Schiff geschossen hätten, das versuchte, die US-Blockade iranischer Häfen am frühen Dienstag zu durchbrechen. Der neu ernannte Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Mohsen Rezaei, versetzte der Marktvolatilität eine härtere Schärfe, indem er erklärte, die Meerenge von Hormuz werde geschlossen bleiben, bis die USA ihr Verhalten ändern und Irans Bedingungen zur Beendigung des Krieges akzeptieren, unabhängig von einer separaten Vereinbarung, die über Oman erreicht wurde. Diese explizite Aussage beseitigt die kurzfristige Optimismus, die in die Märkte eingepreist worden war.

Schifffahrtsdaten zeigten, dass der Verkehr durch die Meerenge auf etwa sechs Schiffe gefallen ist, deutlich unter einem kürzlichen Durchschnitt von näher an elf Schiffen und einem Bruchteil der 125 bis 140 Schiffe pro Tag, die vor dem Konflikt durchfuhren. Etwa ein Fünftel der globalen Ölversorgung durchfährt normalerweise diese Wasserstraße. Die US Energy Information Administration vermerkte, dass einige regionale Produzenten wahrscheinlich Schwierigkeiten haben werden, die Produktion bis Ende 2027 auf Vorkonfliktniveaus zu bringen.

Der physische Markt bleibt weit angespannter als die bloße Schlagzeilenvolatilität allein nahelegen würde, da Händler nicht mehr bereit sind, Eskalations- oder Deeskalationsgeschichten bis zu ihren logischen Schlussfolgerungen zu verfolgen. Das Versorgungsrisiko dehnte sich über den Persischen Golf hinaus aus. In Libyen veranlasste erneuerte Gewalt in Zawiya die National Oil Corporation, zu warnen, dass sie im Falle von Drohnenanschlägen auf die Energieeinrichtungen der Stadt die Höhere Gewalt ausrufen könnte.

In Europa gab das ukrainische Militär an, eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Orsk angegriffen zu haben, was zu einer Serie von Angriffen auf die russische Energieinfrastruktur beitrug, die zusammen mit dem Iran-Krieg Brent bisher in diesem Jahr um etwa vierundvierzig Prozent angetrieben hat. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Bestandsdaten, wobei das American Petroleum Institute am Dienstag und die EIA am Mittwoch berichten. Analysten erwarten einen bescheidenen Rückgang von etwa einer halben Million Barrels für die Woche bis zum 7.

August, was nur den zweiten Rückgang in drei Wochen darstellen würde. Über ölspezifische Daten hinaus ist der US-Verbraucherpreisindex am Mittwoch ein großer Test für den breiteren Markt, wobei die Inflationsdynamik wahrscheinlich bestimmt, wie viel weiterer Spielraum die Federal Reserve vor dem Hintergrund eines bereits eng ausgewogenen physischen Rohölmarktes hat.

Quelle: investinglive.com

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