Silber (XAG/USD) hielt sich während der europäischen Handelssitzung am Donnerstag fest nahe der Marke von 62,00 Dollar und bewahrte die Gewinne der vergangenen zwei Tage. Anleger positionierten sich vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht (NFP) für Juli am Freitag und verfolgten gleichzeitig die geopolitischen Entwicklungen rund um die Straße von Hormus. Das Weißmetall fand Unterstützung durch den nachlassenden Druck der Ölpreise, der nach Einschätzung von Analysten dazu beiträgt, die globalen Inflationserwartungen zu dämpfen.
Niedrigere Inflationserwartungen verringern die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen durch die großen Zentralbanken – ein Umfeld, das renditeschwachen Anlagen wie Silber generell zugute kommt. Am Ölmarkt notierte WTI-Rohöl in den europäischen Handelsstunden rund 0,9 Prozent höher bei etwa 75 Dollar je Barrel, blieb jedoch in der Nähe des Dreiwochentiefs von 73,51 Dollar, das am Mittwoch markiert worden war. ING-Analysten stellten fest, dass ICE Brent weiterhin unter 80 Dollar je Barrel gehandelt wird, da die Märkte die Möglichkeit einer Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran einpreisen, die Energielieferungen durch die Straße von Hormus wieder ermöglichen könnte.
Laut ING hat der Iran Fortschritte in Richtung dieses Ziels signalisiert und eine Vereinbarung mit Oman über neue Schifffahrtsregelungen für die Meerenge bekanntgegeben, wobei eine gemeinsame Erklärung zu dem Abkommen Berichten zufolge in Vorbereitung ist. Diese Entwicklungen haben die Markterwartungen einer möglichen Entspannung bei den Lieferroutenspannungen gestärkt. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun fest auf den US-Arbeitsmarkt.
Die für Freitag erwarteten NFP-Daten für Juli dürften erhebliche Auswirkungen auf die Erwartungen hinsichtlich der Zinspolitik der Federal Reserve haben, zumal die Zentralbank keine expliziten Zukunftsprognosen mehr abgibt. Die vorläufigen Arbeitsmarktsignale fielen gemischt bis vorsichtig aus. Laut TD Securities überraschten die ADP-Beschäftigungsdaten für Juli nach unten und stiegen lediglich um 44.000 Stellen, was unter der eigenen Prognose von TD Securities in Höhe von 50.000 sowie dem allgemeinen Marktkonsens von 65.000 lag.
Die Bank wies darauf hin, dass sie dem ADP-Bericht für die monatlichen Schwankungen im NFP zwar kein großes Gewicht beimisst, der Trend in den Daten jedoch mit ihren allgemeinen Erwartungen übereinstimmt. TD Securities hob hervor, dass sich sowohl die monatlichen als auch die wöchentlichen ADP-Werte im Laufe des Sommers abgeschwächt haben, und bewertet es als wahrscheinlich, dass sich ein ähnlicher Trend in den offiziellen NFP-Zahlen widerspiegeln wird – in Einklang mit ihrer Prognose für schwächere Beschäftigungszuwächse in den kommenden Monaten. Aus technischer Sicht notierte XAG/USD bei rund 61,85 Dollar und wies eine kurzfristig bullische Tendenz auf, da der Kurs über dem exponentiellen 20-Tage-Gleitdurchschnitt (EMA) von 59,43 Dollar lag, wie aus einer von FXStreet veröffentlichten Analyse hervorgeht.
Das Metall hat nach einem jüngsten Rücksetzer wieder höheres Terrain zurückerobert, und die Positionierung oberhalb des kurzfristigen EMA deutet darauf hin, dass die Nachfrage intakt bleibt. Der Relative-Stärke-Index (14) stand bei 55,71, was auf eine leicht positive Dynamik hindeutet, ohne dabei in überkauftes Territorium vorzudringen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 20-Tage-EMA bei 59,43 Dollar, wobei ein Unterschreiten dieses Niveaus nachlassenden Aufwärtsdruck signalisieren und potenziell den Weg in Richtung des Tiefs vom 17.
Juli bei 54,77 Dollar öffnen würde. Auf der Oberseite stellt das Juli-Hoch bei 63,28 Dollar den wichtigsten kurzfristigen Widerstand dar. Ein klarer Ausbruch über dieses Niveau könnte den Weg für einen Anstieg in Richtung des Hochs vom 22.
Juni bei 67,17 Dollar ebnen. Quelle: FXStreet, verfasst von Sagar Dua. Technische Analyse erstellt mit Unterstützung eines KI-Tools.
Quelle: fxstreet.com