Der brasilianische Stahl- und Eisenerzproduzent Usiminas meldete für das zweite Quartal 2026 einen Nettogewinn von 84,621 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von 52,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht. Dies geht aus vom Unternehmen veröffentlichten Zahlen hervor, über die SteelOrbis berichtete. Das Unternehmen führte den starken Gewinnrückgang auf ein negatives Finanzergebnis sowie auf das Ausbleiben des positiven Effekts aus latenten Steuern zurück, der die Erträge im ersten Quartal 2026 begünstigt hatte.
Usiminas betonte jedoch, dass der Rückgang trotz einer verbesserten operativen Leistung im Quartal eingetreten sei. Auf der Erlösseite stiegen die Nettoumsatzerlöse im Jahresvergleich zum Vorquartal um 4,4 Prozent auf 1,211 Milliarden US-Dollar, während die Herstellungskosten um 3,1 Prozent auf 1,052 Milliarden US-Dollar zunahmen. Der Bruttogewinn stieg um 13,8 Prozent auf 159,4 Millionen US-Dollar, und der operative Gewinn legte um 55,1 Prozent auf 114,6 Millionen US-Dollar zu – ein Zeichen für die grundlegende Widerstandsfähigkeit des Geschäftsbetriebs, auch wenn das Endergebnis unter Druck geriet.
Mengenmäßig sanken die Stahlproduktverkäufe im Quartal um 2 Prozent auf 989.000 Tonnen, während die Eisenerzverkäufe einen deutlichen Anstieg von 27 Prozent verzeichneten und 2,469 Millionen Tonnen erreichten. Im sequenziellen Vergleich mit dem ersten Quartal 2026 zeigt sich ein deutlich positiveres Bild. Die Nettoumsatzerlöse sanken um 7 Prozent und die Produktionskosten gingen um 13 Prozent zurück, was zu einem Anstieg des Bruttogewinns um 64 Prozent und einem Sprung beim operativen Gewinn um 334 Prozent führte.
Der Nettogewinn stieg im sequenziellen Vergleich zum ersten Quartal 2026 um 236 Prozent. Usiminas veröffentlichte seine Finanzergebnisse in brasilianischen Real (BRL). Alle in diesem Artikel genannten Dollar-Beträge wurden zu einem Wechselkurs von 5,06 BRL pro US-Dollar umgerechnet, wie von SteelOrbis vermerkt.
Die Ergebnisse zeichnen ein vielschichtiges Bild für einen der führenden integrierten Stahlhersteller Brasiliens: Operative Verbesserungen werden durch finanzielle und steuerliche Gegenwindes aufgewogen – eine Dynamik, die Investoren und Marktanalysten in den kommenden Quartalen voraussichtlich genau beobachten werden.
Quelle: steelorbis.com