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Bleipreise geben nach kurzer Aufholrallye nach, da schwache Nachfrage das Aufwärtspotenzial begrenzt

Die Bleipreise an den Märkten LME und SHFE haben über Nacht nachgegeben, nachdem sie moderate Aufholgewinne verbucht hatten. Die verhaltene Nachfrage aus dem nachgelagerten Bereich begrenzt weiterhin den Spielraum für eine nachhaltige Preiserholung, wie aus der jüngsten Morgensitzungszusammenfassung von Shanghai Metals Market (SMM) hervorgeht. An der LME eröffnete Blei bei 1.893 US-Dollar je Tonne und stieg während der asiatischen Handelszeiten auf ein Tageshoch von 1.907,50 US-Dollar je Tonne.

Im Verlauf der europäischen Handelszeiten gab das Metall jedoch den Großteil dieser Gewinne ab und fiel auf ein Tagestief von 1.883,50 US-Dollar je Tonne, bevor es bei 1.890 US-Dollar je Tonne schloss – ein Tagesveränderung von 0 Prozent. An der Shanghai Futures Exchange (SHFE) eröffnete der meistgehandelte Blei-Terminkontrakt 2609 bei 15.735 Yuan je Tonne und erreichte zu Handelsbeginn kurzzeitig ein Tageshoch von 15.745 Yuan je Tonne. Als Bullen ihre Positionen reduzierten, nahm der Verkaufsdruck zu und drückte die Preise im späten Handel auf ein Tief von 15.600 Yuan je Tonne.

Der Kontrakt schloss letztlich bei 15.640 Yuan je Tonne, ein Minus von 0,73 Prozent auf Tagesbasis. Auf makroökonomischer Ebene lagen die privaten ADP-Beschäftigtenzahlen der USA für Juli bei 44.000 und blieben damit deutlich hinter den Markterwartungen von 70.000 zurück. Auch der für Juni nach unten revidierte Wert von 95.000 wurde verfehlt, was den schwächsten Wert seit Januar markiert.

Das US-Finanzministerium kündigte an, sein Schuldenrückkaufprogramm im gleichen Tempo wie im Vorquartal fortzuführen und die Auktionsgrößen für mindestens die kommenden Quartale unverändert zu lassen. Im sino-amerikanischen Handelskonflikt verkündete Chinas Ministerium für Handel Gegenmaßnahmen gegen US-amerikanische Konformitätsprüfungsunternehmen; die chinesische benannte Zertifizierungsstelle für CCC-Zertifizierungen setzte ihr Mandat gegenüber US-Organisationen für werksseitige Nachfolgeinspektionen aus. Chinas Außenministerium bekräftigte zudem seinen Widerstand gegen US-Beschränkungen chinesischer optischer Module und kritisierte eine nach eigener Darstellung zu weitgefasste Anwendung nationaler Sicherheitsgründe.

Am chinesischen Spotmarkt wurde Chihong-Blei in Shanghai mit 15.730 bis 15.830 Yuan je Tonne notiert, was Aufschlägen von 50 bis 100 Yuan je Tonne gegenüber dem SHFE-2609-Referenzpreis entspricht. SMM meldete, dass die Spotmarktnotierungen in Jiangsu, Zhejiang und Shanghai stabil blieben, da Anbieter Ware marktkonform verkauften. Die Preisgestaltung der Primärblei-Hütten zeigte jedoch eine Divergenz: Während Hütten ihre Angebotspreise fest hielten, weiteten Händler ihre Abschläge aus.

Die maßgeblichen Produktionsregionen notierten Aufschläge von 0 bis 50 Yuan je Tonne gegenüber dem SMM-Durchschnittspreis für Blei der Klasse 1. Im Segment des Sekundärbleis zeigten Hütten eine leicht verbesserte Verkaufsbereitschaft angesichts der Preiserholung. Sekundäres Raffiniertblei wurde mit Abschlägen von 25 bis 0 Yuan je Tonne gegenüber dem SMM-Durchschnittspreis für Blei der Klasse 1 gehandelt, wobei einzelne Transaktionen mit einem Aufschlag von 75 Yuan je Tonne abgeschlossen wurden.

Trotz des festeren Tons auf der Angebotsseite nahmen die nachgelagerten Unternehmen eine ausgeprägte Abwartehaltung ein. Die Anfragen gingen im Vergleich zur Vorsitzung stark zurück, einige Anbieter berichteten von praktisch keinem Kaufinteresse, und die Spothandelsvolumina sanken deutlich. Auf der Lagerhaltungsseite fielen die LME-Bleibestände am 5.

August um 3.325 Tonnen auf 431.550 Tonnen. Die SMM-Erhebung der sozialen Lagerbestände an fünf wichtigen inländischen Standorten ergab zum 3. August einen Gesamtbestand von 72.100 Tonnen, was einem Anstieg von 3.700 Tonnen gegenüber dem 27.

Juli und von 3.600 Tonnen gegenüber dem 30. Juli entspricht. Mit Blick auf die Zukunft erwartet SMM, dass die Primärbleiproduktion im August sinken wird, da weitere Hüttenwartungspläne in Kraft treten.

Auch die Sekundärbleiproduktion steht unter Abwärtsdruck, wenngleich die jüngste Preiserholung einige Produzenten dazu veranlassen könnte, die Produktion früher als geplant wiederaufzunehmen. Der Markt sollte zudem das Risiko von Lagerhaustransfers von Bleibarren durch Anbieter vor dem Lieferzeitraum im Blick behalten, was angesichts des derzeit erhöhten Niveaus der sozialen Lagerbestände auf die Preise drücken könnte. Auf der Nachfrageseite beschrieb SMM das Gesamtkonsumumfeld als neutral.

Der E-Bike-Batteriesektor zeigt eine konservative Nachfrage, da Juli und August typischerweise durch relativ stabile saisonale Muster gekennzeichnet sind. Im Automobilsektor bleibt die Nachfragedynamik gemischt: Hersteller mit Fokus auf Exportaufträge entwickeln sich gut, während jene, die den chinesischen Binnenmarkt bedienen, hinter den Erwartungen zurückbleiben. SMM kam zu dem Schluss, dass der Abbau von Short-Positionen zwar eine kurzfristige Erholung und Aufholrallye bei den Bleipreisen unterstützt hat, der Verlauf des Konsums jedoch letztlich die Obergrenze für jede Preisentwicklung bestimmen wird.

Quelle: Shanghai Metals Market (SMM), news.metal.com

Quelle: news.metal.com

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