Brasiliens Markt für Warmband erlebte im Juli erhebliche Volatilität, wobei die HRC-Exporte deutlich auf 5.900 Tonnen sanken im Vergleich zu 21.100 t im Juni, während die Importe von 16.200 t im Vormonat auf 52.300 t anstiegen, wie SteelOrbis berichtet. Marktanalytiker führen die dramatischen Veränderungen von Monat zu Monat auf Erwartungen zurück, dass Antidumping-Zölle auf HRC-Importe erhoben werden könnten. Die Maßnahmen wurden Berichten zufolge bis Oktober verschoben und könnten sich auf Ursprünge über China hinaus erstrecken, was Unsicherheit auf dem Markt schafft.
Brasilische HRC-Exporte konzentrierten sich weiterhin auf südamerikanische Bestimmungsorte. ArcelorMittal führte die Lieferungen mit 2.900 t zu 658 USD/t (FOB) an, gefolgt von Gerdau mit 2.400 t zu 514 USD/t (FOB), und Usiminas trug 600 t zu 759 USD/t (FOB) bei. Auf der Importseite war Ägypten der größte Lieferant mit 26.000 t zu 575 USD/t (FOB), während Vietnam 14.400 t zu 498 USD/t (FOB) lieferte.
Südkorea versendet 8.200 t zu 479 USD/t (FOB), und China lieferte 3.700 t zu 417 USD/t (FOB), alle auf FOB-Basis. Die Erwartung von Antidumping-Maßnahmen scheint die Importmuster zu verändern, da Händler möglicherweise Käufe vor einer möglichen Zolleinführung vorziehen. Die Verschiebung der Maßnahmen bis Oktober deutet darauf hin, dass die Handelsdynamik in den kommenden Monaten weiterhin durch politische Unsicherheit beeinflusst werden kann.
Quelle: steelorbis.com