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Euro schwächt sich Richtung 1,1500 ab, da der US-Iran-Konflikt eskaliert und die Fed die Zinsen unverändert lässt

Der Euro gab gegenüber dem US-Dollar in den frühen asiatischen Handelsstunden am Freitag nach, wobei das EUR/USD-Paar auf rund 1,1515 abrutschte, da die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten die Risikoaversion an den globalen Märkten anheizten, wie FXStreet berichtet. Die Gemeinschaftswährung geriet unter Druck, nachdem der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf am Donnerstag erklärt hatte, die Vereinigten Staaten würden den Preis für die Tötung iranischer Zivilisten zahlen, wie der Guardian berichtete. Die Drohung signalisiert eine mögliche Ausweitung des US-Iran-Konflikts, erschüttert das Vertrauen der Anleger und treibt die Nachfrage nach sicheren Anlagen an.

Zur regionalen Instabilität trägt zusätzlich bei, dass Saudi-Arabien und 13 weitere Nationen die Bildung einer internationalen Koalition ankündigten, die darauf abzielt, die Navigationsfreiheit durch die Meerenge Bab al-Mandeb, das Rote Meer und den Golf von Aden zu sichern. Analysten stellen fest, dass die Sorge vor einem anhaltenden Konflikt in der Region auf risikoreichere Anlagen lastet, einschließlich der Gemeinschaftswährung. Auf geldpolitischer Seite ließ die US Federal Reserve die Zinsen auf ihrer Sitzung im Juli unverändert, eine Entscheidung, die Marktunsicherheit hinsichtlich des Engagements des neuen Fed-Chefs im Kampf gegen die Inflation erzeugte.

Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 63,4 Prozent für eine US-Zinserhöhung im September ein, ein deutlicher Rückgang gegenüber rund 77 Prozent vor der Fed-Sitzung im Juli. Trotz der kurzfristigen Schwäche des Euro argumentieren Strategen der DBS Bank, dass die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar einen strukturellen Vorteil behält, der auf einer klareren Kommunikation der europäischen Währungsbehörden beruht. In ihrer Einschätzung lässt Fed-Chef Warsh "die US-Märkte im Dunkeln tappen, während die ECB geschlossener darin war, eine Zinserhöhung im September anzukündigen" – eine Haltung, die "dem EUR einen deutlichen komparativen Vorteil" gegenüber dem Greenback verschafft.

In der Vorschau warten die Marktteilnehmer auf die Schnellschätzung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex der Eurozone für Juli sowie auf den Michigan Consumer Sentiment Index, die beide für den späteren Freitag zur Veröffentlichung anstehen. Diese Datenpunkte könnten dem EUR/USD-Paar eine neue Richtung geben, während die Händler ein komplexes Umfeld aus geopolitischen Risiken und divergierenden Zentralbanksignalen zu navigieren versuchen. Quelle: FXStreet, Bericht von Lallalit Srijandorn.

Quelle: fxstreet.com

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