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Gold steigt auf Zwei-Tages-Hoch inmitten von Hoffnungen auf Iran-Deal und sinkenden US-Staatsanleiherenditen

Gold (XAU/USD) hat am Dienstag seine Gewinne ausgebaut und ist um rund 0,75 % auf ein Zwei-Tages-Hoch von 4.106 Dollar pro Feinunze gestiegen. Angetrieben wurde der Anstieg durch wachsenden Optimismus hinsichtlich einer möglichen diplomatischen Lösung im Nahen Osten sowie durch einen breiten Rückgang der US-Staatsanleiherenditen, wie aus einer von FXStreet veröffentlichten Analyse hervorgeht. Der Kursanstieg des Edelmetalls wurde teilweise durch Spekulationen über eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormuz befeuert, einem kritischen Transitknotenpunkt für den globalen Ölhandel.

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums bestätigte, dass Iran und Oman diesbezüglich weiterhin Gespräche führen, wie der iranische Staatssender IRIB berichtete. Teheran prüft Berichten zufolge, ob europäischen Nationen gestattet werden soll, Minen aus der Meerenge zu räumen. Zusätzlichen Schwung erhielt die diplomatische Dynamik, als US-Präsident Donald Trump einen Artikel vom 2.

August repostete, der andeutet, dass eine Einigung unmittelbar bevorstehe, nachdem die Iran-Gespräche über eine Denuklearisierung wieder aufgenommen wurden. Die Aussicht auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz lastete erheblich auf den Rohölpreisen. West Texas Intermediate (WTI), der US-amerikanische Ölreferenzpreis, fiel um knapp 5 % auf 76,09 Dollar pro Barrel.

Der starke Rückgang der Ölpreise wird als deflationäres Signal gewertet, was die Märkte dazu veranlasste, den Inflationsausblick neu zu bewerten und die US-Staatsanleiherenditen nach unten zu drücken. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe sank um 10 Basispunkte auf 4,687 % und schuf damit ein günstigeres Umfeld für Gold, das keine Rendite abwirft und tendenziell von niedrigeren Zinsen profitiert. Der US Dollar Index (DXY), der den Dollar gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, gab um 0,05 % nach und lieferte zusätzliche Unterstützung für die in Dollar denominierten Goldpreise.

Auf dem makroökonomischen Parkett zeichneten neue Arbeitsmarktdaten ein gemischtes Bild. Die US-amerikanische Erhebung zu offenen Stellen und Arbeitskräftefluktuation (JOLTS) für Juni sank von 7,537 Millionen auf 7,359 Millionen und verfehlte damit die Konsensprognose von 7,4 Millionen. Analysten stellten fest, dass die geringe Anzahl an Entlassungen auf eine minimale Einstellungs- und Entlassungsaktivität hindeutet, wobei auf jede arbeitslose Person ungefähr eine offene Stelle entfällt – was darauf schließen lässt, dass der Arbeitsmarkt insgesamt im Gleichgewicht bleibt.

Getrennt davon meldete das US-Handelsministerium, dass sich das Handelsdefizit im Juni von 77,6 Milliarden Dollar auf 73,3 Milliarden Dollar verringerte und damit geringfügig über der Schätzung von 73 Milliarden Dollar lag. Die Marktaufmerksamkeit richtet sich nun auf den ADP Employment Change-Bericht für Juli, wobei die Beschäftigung im privaten Sektor voraussichtlich bei 70.000 Stellen liegen dürfte, nach 98.000 im Juni. Investoren werden anschließend die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag sowie die maßgebliche Veröffentlichung der Nonfarm Payrolls für Juli im Blick behalten, bei der prognostiziert wird, dass die US-Wirtschaft 80.000 Stellen geschaffen hat.

Die Geldmärkte preisen laut Prime Terminal-Daten derzeit eine Wahrscheinlichkeit von knapp 59 % ein, dass die Federal Reserve (Fed) bei ihrer Sitzung am 16. September die Zinsen erhöhen wird. Die Wahrscheinlichkeit steigt auf 83 % für eine Zinserhöhung bei der Dezember-Sitzung, was anhaltende Inflationssorgen widerspiegelt – trotz jüngster deflationärer Signale von den Energiemärkten.

John Williams, Präsident der New York Fed, äußerte sich am Montag vorsichtig optimistisch und zeigte sich zuversichtlich, dass der Inflationsdruck voraussichtlich schrittweise nachlassen werde. Er betonte jedoch, dass die Zentralbank bereit sei, mit weiteren Zinserhöhungen zu reagieren, sollte die Inflation nicht wie erwartet zurückgehen. Aus technischer Sicht nähert sich Gold der psychologisch bedeutsamen Marke von 4.100 Dollar zum ersten Mal seit dem vorangegangenen Freitag.

Der Relative Strength Index (RSI) steht kurz davor, die neutrale 50er-Schwelle nach oben zu durchbrechen – ein Signal, das manche Händler als Kaufsignal interpretieren. Dennoch spiegelt die übergeordnete Marktstruktur weiterhin eine Abfolge tieferer Hochs und tieferer Tiefs wider. Ein nachhaltiger Durchbruch über den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt bei 4.156 Dollar, gefolgt vom Zyklushoch vom 6.

Juli bei 4.202 Dollar, wäre erforderlich, um den technischen Ausblick auf neutral bis bullisch zu verschieben. Auf der Unterseite würde ein Rückgang unter das Tagestief vom 3. August bei 4.019 Dollar die Marke von 4.000 Dollar ins Visier rücken, während das Tief vom 17.

Juni bei 3.959 Dollar als weiteres Unterstützungsziel gilt. Quelle: FXStreet, Analyse von Christian Borjon Valencia.

Quelle: fxstreet.com

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