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Japan bestätigt Dominanz schwerer Seltener Erden in pazifischem Meeresbodenabbau und strebt Unabhängigkeit von China an

Japan hat am Freitag bekannt gegeben, dass mittlere und schwere Seltene Erden etwa 54 % des Gehalts an Seltenen Erden in den aus dem Pazifischen Ozean gewonnenen Tiefsee-Sedimenten ausmachen. Dies markiert einen bedeutenden Schritt in den Bemühungen des Landes, die heimische Versorgung mit kritischen Mineralien angesichts verschärfter chinesischer Exportkontrollen zu sichern. Die Entdeckung geht auf eine einmonatige Mission zurück, die im Februar vom staatlich geförderten Tiefsee-Bohrschiff Chikyu abgeschlossen wurde.

Das Schiff förderte rund 50 Tonnen Sediment aus einer Tiefe von etwa 6 Kilometern in der Nähe der Insel Minamitori, die etwa 1.900 Kilometer südöstlich von Tokio liegt. Die Expedition gilt als die weltweit erste erfolgreiche kontinuierliche Gewinnung Seltener Erden enthaltender Meeresbodenablagerungen in solchen Tiefen. Kazushige Kikuchi, Projektleiter bei der Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology (JAMSTEC), erklärte gegenüber Reuters, dass der Versuch die Machbarkeit einer heimischen Produktion Seltener Erden bestätigen soll.

Eine umfassende Bewertung des kommerziellen Potenzials des Projekts ist für März 2028 geplant. Die Analyse des gewonnenen Materials identifizierte mehrere strategisch wichtige Elemente, darunter Yttrium, das in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Energie- und Halbleiterbranche eingesetzt wird; Gadolinium, das in der Magnetresonanztomographie und anderen Hightech-Produkten Verwendung findet; sowie Dysprosium, ein wesentlicher Bestandteil von Hochleistungsmagneten für Elektrofahrzeuge. Das Projekt hat erhebliche geopolitische Bedeutung für Japan.

Peking verhängte im April 2025 Exportkontrollen auf bestimmte schwere Seltene Erden und verwandte Magnete und verschärfte die Beschränkungen später im Januar 2026 gezielt für Lieferungen nach Japan sowie zweimal im darauffolgenden Monat. Diese Maßnahmen haben Japans Dringlichkeit verstärkt, alternative inländische Lieferketten für Materialien zu entwickeln, die für Verteidigungsausrüstung, Elektrofahrzeuge und fortschrittliche Technologien unverzichtbar sind. Trotz der positiven Erkenntnisse zur Zusammensetzung der Seltenen Erden hat die japanische Regierung weder die Gesamtgröße der Lagerstätte noch die Konzentrationsgrade des Materials in den gewonnenen Sedimenten offengelegt.

Behördenvertreter merkten an, dass die begrenzte Dauer und der geografische Umfang des Probenahmeprogramms zum jetzigen Zeitpunkt keine ausreichende Datenbasis für eine umfassendere Ressourcenschätzung lieferten. Quelle: Mining.com, Reuters, Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology (JAMSTEC), 24. Juli 2026.

Quelle: mining.com

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