Die Ölpreise sind am Donnerstag um mehr als einen Dollar gefallen, da die schwächere Aussicht für die globale Nachfrage weitere Druck auf den Markt ausübte, während Angebotsunterbrechungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten den Rückgang weiter begrenzten. Das globale Referenzöl Brent crude fiel um 0,92 Prozent auf 88,16 Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate crude um 1,07 Prozent auf 82,38 Dollar pro Barrel um 7:40 Uhr IST am 13. August 2026 zurückging, wie die Times of India berichtete.
Die Organization of the Petroleum Exporting Countries senkte ihre Prognose für das globale Ölnachfragewachstum im Jahr 2026 auf 580.000 Barrel pro Tag in ihrem monatlichen Ölmarktbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Diese Abwärtsrevision spiegelte schwächere Erwartungen für den globalen Verbrauch wider. Die International Energy Agency senkte ebenfalls ihre Aussicht für den Ölverbrauch und erwartet einen Rückgang des Verbrauchs um 1,6 Millionen Barrel pro Tag in diesem Jahr, im Vergleich zu ihrer früheren Prognose eines Rückgangs von einer Million Barrel pro Tag.
Die IEA führte die reduzierte Nachfrage auf begrenzte Treibstoffversorgung und höhere Preise zurück, die durch Störungen in der Region der Hormus-Straße verursacht wurden. Der Druck auf die Ölpreise verschärfte sich nach Daten zu US-Rohöllagerbeständen. Die kommerziellen Rohölbestände stiegen um 17,4 Millionen Barrel auf 424,4 Millionen Barrel in der Woche bis 7.
August, wie die Energy Information Administration berichtete. Dies stellte den größten wöchentlichen Anstieg seit Januar 2023 dar und führte die Lagerbestände auf ihren höchsten Stand seit 5. Juni.
Von Reuters befragte Analysten hatten einen Rückgang der Lagerbestände um 1,4 Millionen Barrel erwartet, so dass der tatsächliche Anstieg eine erhebliche Überraschung für den Markt darstellte. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten blieben trotz der Abwärtsdrücke auf die Nachfrage ein Schlüsselfaktor, der die Preise stützte. Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten zur Beendigung des Krieges im Golf haben bislang keine friedlichen Lösungen erbracht.
Eine hochrangige iranische Quelle erklärte am Mittwoch, dass es bei Diskussionen zur Wiederbelebung einer im Juni vereinbarten Zwischenlösung und zur Festlegung eines Zeitrahmens für ihre Umsetzung keine Fortschritte gab. Schiffe-Anschläge bedrohten weiterhin die regionale Stabilität. Anschläge auf Schiffe in der Hormus-Straße und der Bab el-Mandeb-Straße am Dienstag unterstrichen Risiken für kritische Ölexport- und Gasexportrouten des Nahen Ostens.
Analysten von Haitong Futures stellten fest, dass sich die Sicherheitslage für die Schifffahrt in diesen Gewässern weiter verschärft hatte, so dass Schiffe ihre Signale abschalten mussten. Diese Verringerung der Transparenz machte es für den Markt schwieriger, die tatsächliche Angebotsmenge zu verfolgen und zu bewerten, wie bei Reuters zitiert berichtete. Raffinerieproduktmärkte sahen sich zunehmenden Herausforderungen durch mehrere Störungen gegenüber.
Der Iran-Krieg, ukrainische Anschläge auf russische Energieinfrastruktur und Chinas Beschränkungen bei Treibstoffexporten haben Millionen von Barrel raffinerierte Produkte vom globalen Markt entfernt. Diese Angebotsengpässe haben Kunden gezwungen, alternative Versorgungsquellen zu suchen. Die Volatilität der Ölpreise hat seit Beginn der Nahost-Krise angehalten, obwohl die aktuellen Niveaus weit unter den 126 Dollar pro Barrel liegen, die während einer früheren Phase des Konflikts erreicht wurden.
Die Kombination aus schwächeren Nachfragesignalen und anhaltenden Angebotsrisiken hat ein komplexes Marktumfeld für Energiehändler und Verbraucher geschaffen.
Quelle: timesofindia.indiatimes.com