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Island, Katar und Singapur führen globale Pro-Kopf-Energieverbrauch 2025 an

Eine neue Rangliste der globalen Energieverbrauchsmuster zeigt erhebliche Unterschiede beim Pro-Kopf-Energieverbrauch zwischen den Ländern, wobei kleine, energieintensive Volkswirtschaften die obersten Positionen dominieren. Nach Daten aus der Statistical Review of World Energy 2026 des Energy Institute führt Island die Welt mit 745 Gigajoule (GJ) pro Person im Jahr 2025 an, fast dreimal so hoch wie in den Vereinigten Staaten. Islands beherrschende Position spiegelt sein einzigartiges Energieprofil wider.

Die Stromerzeugung des Landes stützt sich fast ausschließlich auf heimische Wasserkraft- und Geothermieenergiequellen, während energieintensive Industrien wie die Aluminiumumschmelzung einen großen Teil der nationalen Energienachfrage ausmachen. Diese Kombination aus reichlich vorhandener erneuerbarer Energie und großflächigen Industriebetrieben führt zu außergewöhnlich hohen Pro-Kopf-Verbrauchszahlen. Katar rangiert mit 717 GJ pro Person an zweiter Stelle, gefolgt von Singapur mit 628 GJ pro Person.

Beide Volkswirtschaften verbinden energieintensive Produktions- und Verarbeitungsindustrien mit relativ kleinen Bevölkerungen. Katars Position spiegelt seine massiven Flüssiggasverflüssigung- und Exportoperationen wider, während Singapur einige der weltgrößten Ölraffinerien und petrochemischen Anlagen betreibt. Die acht führenden Länder zeigen ein klares Muster.

Neben Island und Singapur sind sechs der verbleibenden Einträge große Öl- und Gasproduzenten mit relativ kleinen Bevölkerungen. Dazu gehören Kuwait mit 378 GJ pro Person, Trinidad und Tobago mit 358 GJ, Saudi-Arabien mit 348 GJ und Oman mit 315 GJ. Bemerkenswert ist, dass kein einziges afrikanisches oder südamerikanisches Land in den Top 40 erscheint, die ausschließlich aus Ländern aus Europa, Asien, Nordamerika und Ozeanien bestehen.

Kanada rangiert weltweit an neunter Stelle mit 300 GJ pro Person und ist damit die erste große Industrienation auf der Liste. Die Vereinigten Staaten folgen an zehnter Stelle mit 270 GJ pro Person. Kalte Klimazonen, lange Entfernungen und energieintensive Rohstoffindustrien erklären erhöhte Pro-Kopf-Zahlen in Nordamerika.

Zum Vergleich: Die US-Zahl ist etwa zehnmal so hoch wie Indiens Verbrauch von 27 GJ pro Person. China präsentiert einen anderen Fall. Mit 115 GJ pro Person belegt der weltgrößte Kohlenverbraucher global Platz 36, positioniert über Spanien mit 109 GJ pro Person.

Das Vereinigte Königreich mit 90 GJ, Italien mit 94 GJ und die Schweiz mit 98 GJ fallen alle unter die Top-40-Schwelle, die von Bulgarien mit 104 GJ festgelegt wurde. Die Metrik selbst erfordert eine sorgfältige Interpretation. Die Gesamtenergieversorgung misst alle Energien, die in eine Volkswirtschaft eintreten, einschließlich Brennstoff für Industrie, Stromerzeugung und Transport, vor Umwandlungsverlusten.

Sie spiegelt den wirtschaftsweiten Energieverbrauch wider, nicht den Haushaltsverbrauch oder den persönlichen Energiefußabdruck einzelner Personen. Dieser Unterschied erklärt, warum kleine Handelsumschlagplätze und Brennstoffexporteure wie Singapur und Katar über den weltgrößten Gesamtenergieverbrauchern rangieren. Südkorea rangiert mit 251 GJ pro Person an 11.

Stelle, während Russland mit 217 GJ an 12. Stelle steht. Australien folgt an 13.

Stelle mit 205 GJ pro Person. Europäische Nationen sind in den Rankings prominent vertreten, mit Finnland bei 190 GJ, Belgien bei 187 GJ und den Niederlanden bei 173 GJ. Unter entwickelten Volkswirtschaften rangiert Frankreich an 26.

Stelle mit 135 GJ pro Person, Deutschland an 33. Stelle mit 120 GJ und Österreich an 32. Stelle mit 120 GJ.

Japan und Hongkong erscheinen beide an 29. und 30. Stelle mit jeweils etwa 134 GJ pro Person. Die Analyse unterstreicht, wie Energieverbrauchsmuster breitere Wirtschaftsstrukturen widerspiegeln, nicht individuelle Verhaltensweisen.

Raffinerien und Brennstoffexporteure nutzen erhebliche Energiemengen, um Waren und Brennstoffe herzustellen, die anderswo verbraucht werden, was erklärt, warum kleine Handelsvolkswirtschaften weit größere Gesamtenergieverbraucher übertrumpfen können. Klimabedingungen, Industriezusammensetzung, Geographie und wirtschaftliches Entwicklungsniveau tragen alle zu diesen erheblichen Unterschieden beim Pro-Kopf-Energieverbrauch bei.

Quelle: visualcapitalist.com

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