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Bleimarkt unter Druck: Nachlassende Kaufbereitschaft nachgelagerter Industrien und drohende Lagerbestands-Risiken belasten die Stimmung

Die Bleipreise gerieten am 24. Juli 2026 erneut unter Druck, da eine schwächelnde Beschaffungsnachfrage nachgelagerter Industrien sowie wachsende Bedenken hinsichtlich eines möglichen Lageraufbaus die Marktstimmung belasteten. Dies geht aus der SMM-Blei-Morgenkonferenz-Zusammenfassung hervor, die von Shanghai Metals Market (SMM) veröffentlicht wurde.

An der Terminbörse eröffnete LME-Blei über Nacht bei 1.892 US-Dollar je Tonne und stieg während der asiatischen Handelsstunden kurzzeitig auf ein Tageshoch von 1.910 US-Dollar je Tonne. Verstärkte Baisse-Positionen vernichteten jedoch alle Gewinne im späten Handel, drückten den Kontrakt auf ein Tagestief von 1.886 US-Dollar je Tonne und ließen ihn schließlich bei 1.887 US-Dollar je Tonne schließen, ein Rückgang von 0,32 Prozent. An der Shanghai Futures Exchange eröffnete der meistgehandelte SHFE-Blei-Kontrakt 2609 mit einem höheren Kurs von 15.910 Yuan je Tonne, bevor Glattstellungen von Longpositionen ihn auf ein Tagestief von 15.755 Yuan je Tonne drückten.

Der Kontrakt schloss letztendlich bei 15.765 Yuan je Tonne, einem Rückgang von 0,88 Prozent. Auf makroökonomischer Ebene prägten mehrere wichtige Entwicklungen die Marktstimmung. Die Vereinigten Staaten verhängten Zölle von 10 bis 12,5 Prozent gegenüber 60 Volkswirtschaften als Ersatz für auslaufende globale Importzölle.

Das US-Finanzministerium äußerte Bedenken über übermäßige Yen-Volatilität trotz anhaltender Yen-Schwäche infolge sich verengender US-japanischer Zinsdifferentiale. Die Europäische Zentralbank ließ die Zinsen erwartungsgemäß unverändert, ließ aber die Tür für eine mögliche Zinserhöhung im September offen. In China kündigte die People's Bank of China am 24.

Juli eine Medium-term Lending Facility-Operation über 500 Milliarden Yuan mit einer Laufzeit von einem Jahr an. Das Handelsministerium stellte fest, dass China und die Vereinigten Staaten Stellungnahmen zu Zollsenkungsregelungen einholen und beabsichtigen, deren Umsetzung so schnell wie möglich voranzutreiben. Am Spotmarkt stärkte eine Erholung der SHFE-Bleipreise die Verkaufsbereitschaft der Anbieter, obwohl die physische Marktaktivität gedämpft blieb.

Das Angebot in den Regionen Jiangsu, Zhejiang und Shanghai war begrenzt. Primäre Bleischmelzen verfügten über ausreichende Lagerbestände ab Werk und boten Materialien überwiegend mit Abschlägen an; die Notierungen aus den wichtigsten Produktionsregionen lagen bei Abschlägen von 50 bis 30 Yuan je Tonne gegenüber dem SMM-Durchschnittspreis für Blei Nr. 1 auf Ab-Werk-Basis.

Im Sekundärbleisektor arbeiteten die meisten Schmelzen mit reduzierter Kapazität oder hatten die Produktion vollständig eingestellt, was das verfügbare Umlaufangebot einschränkte. Einiges sekundäres Raffiniertblei wurde mit Aufschlägen von 0 bis 50 Yuan je Tonne gegenüber SMM-Blei Nr. 1 notiert, was eine invertierte Preisstruktur im Vergleich zu Primärblei schafft.

Nachgelagerte Unternehmen bevorzugten weiterhin Primärblei und verfolgten einen Just-in-time-Beschaffungsansatz. Warrant-Frachtgeschäfte waren moderat, während Ex-Lager-Frachtgeschäfte eine relative Verbesserung zeigten. Auf der Lagerbestandsseite blieben die LME-Bleivorräte laut SMM-Daten zum 23.

Juli gegenüber der Vorsitzung unverändert bei 449.325 Tonnen. Der von SMM erfasste soziale Lagerbestand an Bleibarren an fünf Standorten belief sich zum 23. Juli auf 62.400 Tonnen, was einem Rückgang von 9.400 Tonnen gegenüber dem 16.

Juli und einem Rückgang von 1.400 Tonnen gegenüber dem 20. Juli entspricht. Mit Blick auf die Zukunft ist SMMs Preisausblick für den kurzfristigen Zeitraum vorsichtig.

Mit dem Nähern des Endes Juli läuft der langfristige Bleibarren-Kontrakt für Juli seiner Fälligkeitsdatum entgegen, was mittelgroße bis große nachgelagerte Unternehmen veranlasst, Käufe zurückzuhalten und neue monatliche Vertragsbedingungen abzuwarten. Darüber hinaus planen einige nachgelagerte Betriebe aufgrund hoher Temperaturen vorübergehende Produktionsstillstände, was die kurzfristige Beschaffungsnachfrage weiter dämpft. Auf der Angebotsseite wird erwartet, dass Primärblei-Produzenten in Zentralchina in der kommenden Woche Wartungsperioden einleiten, während neue Sekundärbleikapazitäten in Ostchina hochgefahren werden sollen, was gemischte Signale für die Angebotsdynamik erzeugt.

SMM warnte, dass der laufende Abbau der sozialen Lagerbestände möglicherweise nicht nachhaltig ist, sollte der Bleiverbrauch schwach bleiben. Die Möglichkeit eines erneuten Lageraufbaus kann nicht ausgeschlossen werden, was in den kommenden Handelssitzungen als Belastungsfaktor für die Bleipreisentwicklung wirken könnte. Alle Marktdaten und Analysen in diesem Bericht stammen von Shanghai Metals Market (SMM) und basieren auf öffentlich verfügbaren Informationen, Marktkommunikationen und den internen Datenbankmodellen von SMM.

Quelle: news.metal.com

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