Die Rohölpreise setzten ihren Aufwärtstrend fort, da sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verschärften und die Friedensaussichten angesichts erneuerter Drohungen zwischen den USA und dem Iran schwanden. Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Veröffentlichung des Artikels wurde Brent-Rohöl bei 97,66 Dollar pro Barrel gehandelt, während West Texas Intermediate bei 93,05 Dollar pro Barrel notiert wurde, wie OilPrice.com berichtet. Neuere Marktdaten zeigen jedoch, dass Brent-Rohöl bei 99,33 Dollar pro Barrel gehandelt wird, ein Anstieg von 2,33 Dollar oder 2,40 Prozent, während WTI-Rohöl 94,55 Dollar pro Barrel erreichte, ein Anstieg von 3,07 Dollar oder 3,36 Prozent, wie von OilPrice.com gemeldet.
Der Aufwärtsdruck auf die Rohölpreise ergibt sich aus mehreren Faktoren, die die Rohölversorgung im Nahen Osten beeinflussen. Iran drohte wirtschaftliche Kriegsführung gegen die USA an und kündigte Pläne zur Einrichtung eines neuen Schifffahrtskorridors in der Straße von Hormuz an, einem kritischen Engpass für den globalen Öltransport. Mohsen Rezaei, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran, erklärte, dass wirtschaftliche Kriegsführung durch eine maritime Ausschlusszone im Persischen Golf beantwortet würde, was die operativen Positionen gegenüber amerikanischen Kriegsschiffen und Basen grundlegend verändern würde, wie Reuters-Berichte durch OilPrice.com zitiert.
Zusätzlicher Aufwärtsdruck kam von eskalierenden Huthi-Angriffen auf die Jizan-Raffinerie von Saudi-Arabien, eine wichtige Verarbeitungsanlage mit einer täglichen Rohölkapazität von 400.000 Barrel. Die Raffinerie ist inmitten der breiteren regionalen Konflikte zu einem häufigen Ziel für jemenitische Streitkräfte geworden. Marktanalytiker überarbeiten ihre Aussichten für anhaltende Störungen im Nahen Osten.
Der ANZ-Analyst Daniel Hynes erklärte, dass ein vollständiger Rückgang auf das Durchsatzniveau vor dem Krieg nicht vor Ende des ersten Quartals oder Anfang des zweiten Quartals 2027 erwartet werden sollte, wie Reuters über OilPrice.com zitiert. ING-Analysten merkten an, dass Spekulanten ihre Netto-Long-Positionen in Brent-Rohöl erhöht haben, da die Friedensaussichten weiterhin schwinden. Die Kombination aus bedrohten Tankerrouten, aktiven Angriffen auf Raffinerieinfrastruktur und verschärften USA-Iran-Spannungen deutet darauf hin, dass Rohölmärkte kurzfristig unter Versorgungsdruck bleiben werden, wobei geopolitische Risiken möglicherweise die Preise auf erhöhtem Niveau bis 2027 aufrechterhalten.
Quelle: oilprice.com