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Rohölmarkt erreicht Wendepunkt während China Käufe wieder aufnimmt und Lagerbestände sinken

Rohölpreise sind laut Amrita Sen, Gründerin und Marktanalysedirektorin von Energy Aspects, auf einen weiteren Preisanstieg ausgerichtet. Sen äußerte sich am Freitag, 11. September 2026, gegenüber CNBC.

Der Rohölmarkt hat nach Ansicht von Sen einen sogenannten Wendepunkt erreicht, der durch beschleunigte globale Lagerbestandsabbau und eine signifikante Rückkehr der chinesischen Rohölnachfrage getrieben wird. Chinas Rohölimportvolumina sind von ihren Tiefständen im Frühjahr erheblich gestiegen. Nach Sens Einschätzung, die sie gegenüber Bloomberg äußerte, wird China im September schätzungsweise etwa 10 Millionen Fässer pro Tag Rohöl importieren.

Dies entspricht einer Erholung von rund 3 Millionen Fässern pro Tag gegenüber dem Juni, als die Importe auf unter 7 Millionen Fässer pro Tag gefallen waren, das niedrigste Niveau seit einem Jahrzehnt. Der globale Lagerbestandsabbau hat sich deutlich beschleunigt. In den zwei Wochen vor Sens Bloomberg-Interview wurden weltweit insgesamt 120 Millionen Fässer Öl aus den Lagerbeständen entnommen, was erheblichen Aufwärtsdruck auf die Rohölbewertungen ausgeübt hat.

Versorgungsstörungen im Nahost-Schiffsverkehr verschärfen die Angebotsbedenken zusätzlich. Intensivierte Schiffsfahrtsrisiken in der Region, einschließlich Tankerschiffe-Angriffen in der Straße von Hormuz und Huthi-Drohungen im Roten Meer, behindern die Rohölversorgungsflüsse zu asiatischen Raffinerien. Nach einem Anstieg der Ölströme durch die Straße von Hormuz im August sind die Schiffe infolge der erneuten Eskalation regionaler Feindseligkeiten vorsichtig geworden.

Sollten Ausfallzeiten und Verzögerungen in Hormuz anhalten, könnten asiatische Raffinerien gezwungen sein, ihre operativen Läufe zu reduzieren, warnte Sen. Sen charakterisierte die aktuellen Marktdynamiken als eine aufwärts gerichtete Spirale zwischen Rohöl und Erdölprodukten. Die Kombination dieser Faktoren drängt die Rohölpreise nach ihrer Einschätzung auf einen bedeutsamen nächsten Preisanstieg.

Die Ölpreise durchbrachen am Mittwoch, 9. September, zum ersten Mal seit Juli die Marke von 100 Dollar pro Barrel. Sie sollten damit enden, die Handelswoche zum ersten Mal seit Mai über 100 Dollar pro Barrel zu beenden.

Die Zusammenkonvergenz wiederhergestellter chinesischer Nachfrage, beschleunigter Lagerabbau und geopolitischer Angebotsengpässe bildet die Grundlage für Sens Einschätzung des Markt-Wendepunkts. Diese fundamentalen Faktoren treiben die Preisappreziation unabhängig von Schlagzeilrisiken und diplomatischer Rhetorik rund um die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran an, deutete sie an.

Quelle: oilprice.com

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