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Rohölpreise steigen auf Vier-Monats-Höchststände inmitten eskalierender Spannungen im Nahen Osten

Die Rohölpreise setzten diese Woche ihren Aufwärtstrend fort und erreichten ihre höchsten Niveaus seit Mai, da sich die Feindseligkeiten in der Persischen Golfregion verschärfen und die Aussichten auf Frieden schwinden. Zum Zeitpunkt dieser Analyse wurde Brent-Rohöl bei 107,86 USD pro Barrel gehandelt, während West Texas Intermediate bei 102,28 USD pro Barrel notierte. Früher in der Woche hatte Brent über 108 USD gehandelt, und WTI war über 103 USD gehandelt worden.

Nach Reuters-Angaben haben die Maßstäbe in der vorherigen Woche um etwa 13 Prozent zugelegt, was dem stärksten Wochenzuwachs seit Mitte Juli entspricht. Analytiker von ING Commodity Research führten die Stärke des Ölmarktes auf eine Neubewertung sowohl der Dauer als auch des Ausmaßes des laufenden Konflikts zurück, gekoppelt mit einer klareren Anerkennung zunehmender Bedrohungen für die regionale Energieversorgung. Warren Patterson und Ewa Manthey von ING wiesen darauf hin, dass zwar weiterhin bedeutende Rohölmengen durch die Meerenge von Hormuz fließen, die derzeitigen Flüsse jedoch deutlich unter dem Vorkiegsniveau liegen und die Fragilität der Situation anzeigen.

Die Analysten hoben die intensivierenden Anschläge der jemenitischen Huthis auf die saudi-arabische Energieinfrastruktur und den Tankerschiffverkehr im Roten Meer als signifikanten Markttreiber hervor. Eine wichtige Entwicklung ereignete sich, als Huthis die jemenitische Hafenstadt Mokha am Roten Meer unter ihre Kontrolle brachten und der Militant-Gruppe direkten Zugang zu den Zugängen einer der weltweit wichtigsten Meeresengpässe verschafften. Der UN-Sonderbeauftragte für Jemen deutete während einer Sitzung des Sicherheitsrats an, dass dieser Vorstoß eine besorgniserregende Eskalation darstellt.

Die Küstenerweiterung der Huthis im Roten Meer ist mit intensivierenden gegenseitigen Angriffen zwischen US-amerikanischen und iranischen Streitkräften auf Tanker im Persischen Golf zusammengefallen und unterstützte die höheren Rohölbewertungen weiter. Technische Analysen deuten auf zusätzliches Aufwärtspotenzial hin. Tony Sycamore von IG erklärte, dass WTI-Rohöl angesichts der eskalierenden Ereignisse und der Bereitschaft des Iran, den Konflikt zu verlängern und auszuweiten, das am Anfang März verzeichnete Hoch von 119,48 USD erneut testen könnte.

Diese Einschätzung spiegelt die Markterwartung wider, dass geopolitische Risiken in der Region die Energiepreise in den kommenden Wochen weiter in die Höhe treiben werden.

Quelle: oilprice.com

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