Der Rohölpreis könnte bis Ende 2026 120 Dollar pro Barrel Brent-Rohöl überschreiten, falls die Kämpfe im Nahen Osten andauern, wie eine Warnung von Helima Croft, Analyst bei RBC Capital Markets, zeigt, die von Reuters zitiert wird. Die eskalierenden geopolitischen Spannungen konzentrieren sich auf zwei kritische Meerengen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Bab el-Mandeb wird durch die Fortschritte der Houthi im Jemen erheblich beeinträchtigt, besonders nachdem die jemenitischen Houthi die Kontrolle über den Hafen Mokha in der Roten See übernommen haben.
Diese strategische Position wird es der vom Iran unterstützten Gruppe ermöglichen, direkte Anschläge auf die saudische Energieinfrastruktur und auf Öltanker in der Roten See zu starten. Gleichzeitig eskalieren die Spannungen in der Straße von Hormus auf der anderen Seite der Arabischen Halbinsel weiter und treiben sowohl Brent-Rohöl als auch WTI über 100 Dollar pro Barrel. Nach Angaben von Reuters erreichte Brent-Rohöl am 11.
September 2026 fast 110 Dollar pro Barrel. Die aktuellen Marktdaten zeigen WTI wird zu 99,08 Dollar pro Barrel und Brent zu 103,8 Dollar pro Barrel nach den neuesten verfügbaren Kursen gehandelt. Der Anstieg der Rohölpreise hat breitere Marktreaktionen ausgelöst, da die Anleiherenditen stark angestiegen sind, während sich die Inflationssorgen intensivieren.
JP Morgan hat eine neue Prognose herausgegeben, die besagt, dass acht bis neun entwickelte Volkswirtschaften bis Ende 2026 möglicherweise Zinserhöhungen einführen könnten. Dies könnte die Vereinigten Staaten, Japan, vier europäische Zentralbanken einschließlich der Europäischen Zentralbank sowie Australien und Neuseeland umfassen. Nach Ansicht der JP-Morgan-Analysten dürfte die Straffung derzeit begrenzt bleiben, doch deuten die Risiken auf aggressivere Maßnahmen der Zentralbanken hin angesichts des widerstandsfähigen Wirtschaftswachstums, der anhaltenden Kerninflation und des zunehmenden Drucks von Rohstoffpreisen.
Auch asiatische Volkswirtschaften erfahren erhebliche Belastungen durch steigende Rohölpreise. Bloomberg berichtet, dass Regierungen in der gesamten Region sich darauf vorbereiten, Unternehmen und Haushalte finanziell zu unterstützen, während die Rohölpreise in die Höhe schießen und die Dieselpreise stark ansteigen. Die US-Dieselpreise haben zum ersten Mal 6 Dollar pro Gallone überschritten und spiegeln die umfassende Marktauswirkung der Versorgungsbedenken im Nahen Osten wider.
Aussichten auf kurzfristige Erleichterung erscheinen begrenzt, basierend auf den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten. Während Präsident Trump Anfang der Woche erklärte, dass der Konflikt nach der Novemberwahl enden könnte, äußern viele Analysten Skepsis gegenüber diesem Zeitrahmen, da die Kämpfe ohne irgendwelche Anzeichen von Friedensverhandlungen von beiden Seiten fortdauern. Quellen: OilPrice.com, Reuters, Bloomberg, JP Morgan
Quelle: oilprice.com