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Gold fällt trotz Kriegen: Technische Schwäche und sinkende Dieselpreise stellen die Safe-Haven-These auf die Probe

Gold hat Anleger historisch angezogen, die in Zeiten geopolitischer Unsicherheit Sicherheit suchen. Dennoch geben die Goldfutures weiter nach, obwohl der andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine, der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die sich ausweitenden Feindseligkeiten im Nahen Osten, darunter Angriffe der Houthi auf Saudi-Arabien, anhalten. Dies geht aus einer Analyse des Barchart-Kommentators Don Dawson hervor, die über Yahoo Finance verbreitet wurde.

Die Frage, die der Autor stellt, lautet, was einen Anstieg des Goldpreises stützen könnte, wenn mehrere Kriege dazu nicht in der Lage sind. Aus technischer Sicht haben die Goldfutures seit dem Erreichen ihres Allzeithochs zu Jahresbeginn eine Abfolge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs gebildet. Der Wochenchart zeigt eine nachlassende bullische Dynamik, wobei der Kurs unter einem fallenden 20-Wochen-Durchschnitt (SMA) notiert, der zudem unter den 50-Wochen-SMA gefallen ist.

Der Tageschart weist ein ähnliches Muster auf, mit Kursen unter dem 20-Tage- und dem 50-Tage-SMA. Der Autor warnt, dass der Versuch, einen Boden allein deshalb zu finden, weil die geopolitischen Spannungen erhöht bleiben, kostspielig sein kann. Händler könnten besser beraten sein, auf eine Umkehr zu warten, die durch eine verbesserte Marktstruktur und eine nachhaltige Erholung über wichtigen gleitenden Durchschnitten bestätigt wird.

Die Energiemärkte bieten eine mögliche, wenngleich noch nicht bestätigte Stütze für Gold. Laut der U.S. Energy Information Administration (EIA) sank der durchschnittliche Einzelhandelspreis für Diesel von etwa 6,53 $ pro Gallone am 21.

September auf 6,20 $ am 5. Oktober, was einem Rückgang von 5,1 % innerhalb von zwei Wochen entspricht. Am 9.

Oktober kündigte Präsident Trump eine Vereinbarung mit dem russischen Präsidenten Putin an, wonach zusätzliche russische Dieselmengen auf den globalen Markt gelangen sollen. Das US-Finanzministerium lockerte zudem vorübergehend Sanktionen, um diese Lieferungen zu ermöglichen. Analysten bezweifeln jedoch, dass das zusätzliche Angebot die Preise spürbar senken wird.

Der Autor weist außerdem darauf hin, dass das baldige Ende der Herbsternte die saisonale Dieselnachfrage aus dem Agrartransport verringern dürfte, da die Ernte im Corn Belt Ende Oktober und Anfang November ausläuft. Zusammengenommen könnten diese Faktoren dazu beitragen, die Dieselpreise und damit möglicherweise auch den Inflationsdruck zu dämpfen. Die Inflationsaussichten sind zentral für den Dollar-Kanal.

Der Bericht zum Verbraucherpreisindex (CPI) für September soll am 14. Oktober veröffentlicht werden, und Händler werden auf Anzeichen für anhaltende Inflation achten. Sollte sich die Inflation abschwächen, könnte die Federal Reserve eher geneigt sein, die Zinsen zu senken.

Erwartungen an niedrigere Zinsen könnten den US-Dollar schwächen, der zuletzt Edelmetall- und Getreidepreise belastet hat. Ein schwächerer Dollar könnte beide Märkte mittelfristig stützen. Der Autor stellt diese Zusammenhänge als mögliche Entwicklungen dar und nicht als Prognosen.

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass geopolitische Unsicherheit, sinkende Energiepreise und veränderte Zinserwartungen den Goldbullen irgendwann Anlass zu Optimismus geben könnten. Ein starkes fundamentales Argument garantiert jedoch keine Trendwende. Derzeit sprechen der Wochen- und der Tageschart weiterhin für die Bären.

Händler sind möglicherweise besser beraten, den vorherrschenden Trend zu respektieren, bis die Kursentwicklung etwas anderes signalisiert. Quelle: Don Dawson, Barchart.com, erneut veröffentlicht auf Yahoo Finance. Die Daten stammen von der U.S.

Energy Information Administration (EIA) und dem U.S. Finanzministerium, wie im Originalartikel angegeben.

Quelle: finance.yahoo.com

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