Zinn stand bei der Debatte des LME Week Seminars 2026 an der London Metal Exchange im Mittelpunkt. Tom Langston, Senior Market Analyst der International Tin Association, erklärte, der Zinnpreis an der LME habe sich seit 2024 mehr als verdoppelt und sei seit Jahresbeginn um rund 20 % gestiegen, so Fastmarkets. Die Debatte umfasste eine übliche Publikumsumfrage darüber, welches Metall im kommenden Jahr das größte Aufwärtspotenzial hat.
Bevor die Diskussionsteilnehmer sprachen, entfielen knapp drei Viertel der Stimmen auf Kupfer. Nach der Debatte wurde die Umfrage wiederholt: Kupfer erhielt die Hälfte der Stimmen des Publikums, vor Zinn mit 26,5 %. Die Quelle gibt den Stimmenanteil von Zinn vor der Debatte nicht an.
Langston beschrieb die Nachfragebasis von Zinn mit Blick auf die Elektronik. „Bei der Nachfrage ist Zinn das Bindemittel, das die gesamte Elektronik der Welt als Lötzinn zusammenhält, und deshalb sowohl für den Ausbau der KI-Infrastruktur als auch für die Energiewende unverzichtbar“, sagte er. Außerdem verwies er auf Rekordumsätze bei Halbleitern und erklärte: „Dieses rasante Wachstum sowie die außergewöhnliche Entwicklung der Halbleiteraktien unterstützt zweifellos die Stimmung gegenüber Zinn.“ Auf der Angebotsseite nannte Langston Engpässe in Indonesien und Myanmar und sagte: „Um strukturelle Defizite im nächsten Jahrzehnt zu vermeiden, werden erhebliche Investitionen in neues Angebot nötig sein.“ Die Quelle beziffert die erforderlichen Investitionen nicht und liefert keine weiteren Details zur Art der Angebotsengpässe in beiden Ländern.
Die Debatte bei der LME Week behandelte außerdem Kupfer, Aluminium, Zink, Blei und Nickel, mit Teilnehmern von Harbor Aluminium, Trafigura, StoneX, Morgan Stanley und S&P Global Energy. Dieser Artikel konzentriert sich auf die Aussagen zu Zinn. Quelle: Fastmarkets, Bericht zur LME Week Seminar 2026 Debate and Outlook (fastmarkets.com/insights/tin-copper-shine-in-lme-week-2026-debate).
Quelle: fastmarkets.com