Laut Fortune lag der Preis für Brent-Rohöl am 27. Oktober 2026 um 8 Uhr Ostküstenzeit bei 115,13 Dollar pro Barrel. Das sind 28 Cent weniger als am Vormittag des Vortags mit 115,41 Dollar, ein Rückgang von 0,24 %.
Gegenüber dem Vormonat, als der Preis bei 101,86 Dollar stand, ist Brent um 13,02 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr, als das Barrel 65,75 Dollar kostete, liegt der Referenzwert um 75,10 % höher, was etwa 49 Dollar pro Barrel entspricht (Quelle: Fortune, „Current price of oil as of October 27, 2026“, fortune.com). Fortune weist darauf hin, dass niemand mit Sicherheit sagen kann, in welche Richtung sich die Ölpreise als Nächstes bewegen werden.
Viele Faktoren prägen den Markt, doch im Kern spiegelt der Preis Angebot und Nachfrage wider. Risiken wie eine mögliche Rezession oder ein Krieg können die Preisentwicklung schnell umkehren. Das Medium nennt außerdem Geopolitik und Entscheidungen der OPEC+ als Faktoren, die den Preis pro Barrel Öl bestimmen.
In den Vereinigten Staaten kann die Politik zur Förderung von Bohrungen, so Fortune, das künftige Angebot beeinflussen. Als Beispiel führt der Artikel an, dass die Trump-Regierung im Jahr 2025 beschlossen hat, mehr als 1,5 Millionen Acres der Küstenebene des Arctic National Wildlife Refuge wieder für Öl- und Gasförderrechte zu öffnen. Damit wurde die Politik der Biden-Regierung rückgängig gemacht, die Ölbohrungen in der Arktis eingeschränkt hatte.
Laut Fortune wird der Ölpreis während der Öffnungszeiten der Terminmärkte fortlaufend aktualisiert. Ein Terminmarkt ist im Grunde eine Auktion, bei der Teilnehmer vereinbaren, Öl zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Der Preis verändert sich daher so lange, wie Kontrakte gehandelt werden.
An der Zapfsäule hat Rohöl den größten Einfluss darauf, was Verbraucher zahlen, und macht oft mehr als die Hälfte des Preises pro Gallone aus. Der Rest entfällt auf Raffinierung, Großhandel, Steuern und den Aufschlag der örtlichen Tankstellen. Fortune beschreibt eine Asymmetrie bei den Verbraucherpreisen: Steigt das Öl, klettern die Benzinpreise in der Regel mit, fällt der Ölpreis dagegen, sinken die Zapfsäulenpreise deutlich langsamer.
Das Medium nennt dieses Muster „rockets and feathers“. Fortune erläutert zudem die Rolle der Strategic Petroleum Reserve der USA, einer strategischen Rohölreserve als Notfallversorgung. Sie dient vor allem dazu, die Energiesicherheit in Krisen wie Sanktionen, verheerenden Sturmschäden oder Kriegen zu schützen, und kann die Folgen von Angebotsschocks abfedern.
Das Medium betont, dass die Reserve nicht dazu gedacht ist, langfristige Probleme zu lösen. Sie verschafft vielmehr kurzfristige Entlastung für Verbraucher und hilft, unverzichtbare Industrien, Rettungsdienste und den öffentlichen Nahverkehr am Laufen zu halten. Öl und Erdgas gehören zu den wichtigsten Primärenergiequellen der Welt, und eine deutliche Bewegung der Ölpreise kann auch Erdgas beeinflussen.
Fortune weist darauf hin, dass Industrien bei steigenden Ölpreisen möglicherweise, soweit machbar, für Teile ihrer Prozesse auf Erdgas umsteigen, was die Nachfrage nach Erdgas erhöht. Bei den Referenzwerten argumentiert Fortune, dass Brent ein aussagekräftigeres Bild der globalen Ölentwicklung liefert, da ein großer Teil des weltweit gehandelten Rohöls auf dieser Basis bepreist wird. Das Medium berichtet außerdem, dass die U.S.
Energy Information Administration Brent in ihrem Annual Energy Outlook als primäre Referenz verwendet. Die langfristige Entwicklung von Brent beschreibt Fortune als alles andere als stabil, mit scharfen Anstiegen infolge von Kriegen und Angebotskürzungen sowie starken Rückgängen im Zusammenhang mit globalen Rezessionen und Überangeboten. Mit den Worten des Mediums wird die historische Entwicklung des Ölpreises stark von Kriegen, Rezessionen, Entscheidungen der OPEC und wechselnden energiepolitischen Maßnahmen geprägt.
Schließlich weist Fortune darauf hin, dass teures Öl die Kosten für alltägliche Güter erhöht, und zwar direkt über Energierechnungen und indirekt über die Logistik, da sich Transportkosten im Preis von Produkten in den Regalen niederschlagen. Das Medium merkt außerdem an, dass Schiefergestein aus den USA, das Öl und Erdgas enthält, zusätzliches Angebot schaffen und dazu beitragen kann, dass die Ölpreise nicht so stark ansteigen.
Quelle: fortune.com