Die Goldpreise in Indien stiegen am Montag, dem 26. Oktober 2026. Laut lokalen Händlern, die von The Times of India zitiert werden, legte Gold mit 99,9 % Reinheit in Delhi um 200 Rs auf 146.300 Rs je 10 Gramm zu, nach einem Schlusskurs von 146.100 Rs am vergangenen Freitag.
Der Anstieg wurde durch einen schwächeren Rupie und eine moderate Erholung an den Übersee-Märkten gestützt. Silber blieb in Delhi mit 202.000 Rs je Kilogramm inklusive aller Steuern unverändert, nach drei aufeinanderfolgenden Verlusttagen. Die Gewinne folgten auf eine scharfe Korrektur in der vergangenen Woche.
An der Multi Commodity Exchange (MCX) verloren die Dezember-Goldfutures 5.768 Rs bzw. knapp 4 % und schlossen bei rund 1,42 Lakh Rs je 10 Gramm. Silberfutures fielen um 15.087 Rs bzw. 7,14 % auf rund 1,96 Lakh Rs je Kilogramm, so der Bericht.
An der Comex sanken die Dezember-Goldfutures im gleichen Zeitraum um 173,20 $ bzw. 4,14 % auf 4.007,90 $ je Unze. Die Preise waren am Freitag kurzzeitig auf 3.989 $ gefallen, bevor sie sich wieder über die Marke von 4.000 $ erholten, da steigende Anleiherenditen und ein stärkerer Dollar auf das Edelmetall drückten.
Im internationalen Handel stieg Spot-Gold am Montag um 0,6 % auf 4.018,81 $ je Unze, Stand 11:43 Uhr EDT (15:43 GMT). Am Freitag war es bei 3.975 $ gehandelt worden, dem niedrigsten Stand seit dem 20. Juli.
US-Goldfutures für Dezember-Lieferung legten um 0,7 % auf 4.033,60 $ je Unze zu. Das Edelmetall hatte in der Woche ein Minus von 4 % verzeichnet, den stärksten Wochenverlust seit Juni, da erhöhte Energiepreise Erwartungen an längerfristig höhere Zinsen schürten. Die Federal Reserve steht in den kommenden Tagen im Mittelpunkt.
Die Rohölpreise gaben am Montag nach und linderten damit Inflationssorgen vor der geldpolitischen Sitzung der Fed am 27. und 28. Oktober. UBS-Analyst Giovanni Staunovo sagte, das Niveau von 4.000 werde von manchen als Kaufgelegenheit betrachtet, das Aufwärtspotenzial bleibe jedoch begrenzt.
Grund sei die Sorge, dass die Fed die Zinsen im Dezember und erneut im kommenden Jahr anheben könnte, selbst wenn sie diese Woche unverändert lässt. Das CME FedWatch Tool zeigte, dass Händler eine Wahrscheinlichkeit von 9 % für eine Zinserhöhung am Mittwoch und von 80 % für eine Erhöhung im Dezember einpreisen. Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, das keine Zinsen oder Erträge abwirft.
Auch die Ursachen der jüngsten Preisbewegungen werden diskutiert. Anindya Banerjee, Leiter der Rohstoffforschung bei Kotak Neo, sagte gegenüber ANI, Gold werde derzeit stärker von wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst als von seiner traditionellen Rolle als sicherer Hafen. Kurzfristig reagiere Gold vor allem auf Veränderungen der realen US-Zinsen und die Stärke des US-Dollars und weniger auf Anlegerängste oder globale Unsicherheit.
Praveen Singh, Leiter Rohstoffe bei Mirae Asset Sharekhan, führte einen jüngsten Anstieg des Spot-Goldpreises auf Bemühungen der Golfstaaten zurück, die US-iranischen Gespräche wiederzubeleben, während Washington zugleich neue militärische Optionen gegenüber Teheran prüfte. Saumil Gandhi, Senior Analyst für Rohstoffe bei HDFC Securities, sagte, die inländischen Preise seien am Montag gestiegen, da niedrige Rohölpreise, ein stabiler US-Dollar und niedrigere Renditen für US-Staatsanleihen das Edelmetall stützten. Mit Blick nach vorn erwarten die im Bericht zitierten Analysten, dass Gold und Silber in Indien in der kommenden Woche unter Druck bleiben, da steigende Rohölpreise Inflationssorgen schüren und die Erwartungen an längerfristig höhere Zinsen stärken.
Neben der Fed richtet sich der Blick auf geldpolitische Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan sowie auf die Auftragseingänge langlebiger Güter in den USA, das Verbrauchervertrauen, die Inflation der persönlichen Konsumausgaben (PCE) und die BIP-Daten für das dritte Quartal. Auch der Silberpreis wird analysiert, der am Montag als Spot-Preis bei 54,22 $ je Unze lag. Einem Bericht von HSBC Global Investment Research zufolge verzeichnete der Silbermarkt im Jahr 2025 ein Defizit von 140 Millionen Unzen.
Für 2026 wird eine Verringerung auf 5 Millionen Unzen prognostiziert, bevor sich das Defizit 2027 leicht auf 12 Millionen Unzen ausweiten soll. HSBC zufolge liegen die Preise nahe dem Gleichgewichtsniveau und könnten unterstützend wirken, deuten aber nicht auf kräftige Rallyes hin, da ein fester US-Dollar und wachsendes Angebot die Gewinne voraussichtlich begrenzen. Zum Vergleich merkt der Bericht an, dass Silber am 29.
Januar 2026 ein Rekordhoch von 121 $ je Unze erreichte. Dies ist ein historischer Wert und kein aktueller Marktpreis. Quellen: Live-Berichterstattung der Times of India vom 26.
Oktober 2026; MCX- und Comex-Futuresdaten wie berichtet; Spot-Preisdaten wie in der Live-Berichterstattung angegeben; CME FedWatch Tool; HSBC Global Investment Research; Analystenkommentare von UBS, HDFC Securities, Mirae Asset Sharekhan und Kotak Neo (Letzteres über ANI); PTI für Stadtpreise.
Quelle: timesofindia.indiatimes.com