Hindustan Zinc Limited, die sich selbst als weltweit größten integrierten Zinkproduzenten bezeichnet, meldete für das zweite Quartal eine Rekordproduktion und das bisher höchste Finanzergebnis für das Quartal und das Halbjahr, die am 30. September 2026 endeten. Die Ergebnisse wurden in einer Ergebnispräsentation veröffentlicht, die am 19.
Oktober 2026 bei der BSE Limited und der National Stock Exchange of India Limited gemäß Regulation 30 der SEBI (Listing Obligations and Disclosure Requirements) Regulations, 2015 eingereicht wurde. Haupttreiber der Ergebnisse war Zink, unterstützt durch höhere LME-Preise und gestiegene Produktionsmengen. Der durchschnittliche LME-Zinkpreis lag im 2QFY27 bei 3.825 US-Dollar je Tonne.
Das entspricht einem Anstieg von 35 % gegenüber 2.825 US-Dollar im Vorjahresquartal und von 10 % gegenüber 3.466 US-Dollar im Vorquartal. Der Durchschnittspreis für das erste Halbjahr betrug 3.651 US-Dollar je Tonne, verglichen mit 2.736 US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der durchschnittliche LME-Bleipreis belief sich im Quartal laut Unternehmensangaben auf 1.857 US-Dollar je Tonne und war damit im Jahresvergleich um 6 % niedriger.
Die geförderte Metallproduktion erreichte im zweiten Quartal 271 Kilotonnen (KT), 5 % mehr als im Vorjahr. Die raffinierte Metallproduktion stieg um 7 % auf 264 KT. Die raffinierte Zinkproduktion betrug 212 KT (+5 %), die raffinierte Bleiproduktion 51 KT (+14 %).
Im ersten Halbjahr belief sich die geförderte Metallproduktion auf insgesamt 539 KT (+3 %), die raffinierte Metallproduktion auf 524 KT (+6 %). Das Unternehmen führte die rekordhohe geförderte Menge im zweiten Quartal auf eine höhere Erzförderung zurück. Die beste raffinierte Produktion aller Zeiten für ein zweites Quartal sei vor allem auf zusätzliche Kapazitäten zurückzuführen, die durch die Beseitigung von Engpässen in der Schmelzhütte freigesetzt wurden.
Die Zink-Produktionskosten (COP) ohne Royalties lagen im zweiten Quartal bei 703 US-Dollar je Tonne. Das ist ein Rückgang von 29 % gegenüber 994 US-Dollar im Vorjahr und von 17 % gegenüber 851 US-Dollar im ersten Quartal. Einschließlich Royalties betrugen die Zink-COP 1.228 US-Dollar je Tonne, 11 % weniger als ein Jahr zuvor.
Das Unternehmen führte die niedrigeren Kosten auf bessere Erzgehalte, höhere Metallproduktion und höhere Erlöse aus Nebenprodukten zurück. Die COP ohne Royalties lagen im ersten Halbjahr bei 776 US-Dollar je Tonne, verglichen mit 1.002 US-Dollar im Vorjahr. Silber blieb ein bedeutender Ergebnisbeitrag.
Die verkaufsfähige Silberproduktion betrug im zweiten Quartal 173 Tonnen (5,6 Millionen Unzen), 20 % mehr als im Vorjahr. Der durchschnittliche LBMA-Silberpreis lag bei 62,6 US-Dollar je Feinunze und damit 59 % über dem Vorjahreswert von 39,4 US-Dollar. Laut Unternehmen trug Silber im ersten Halbjahr von FY27 rund 45 % zur Gesamtrentabilität bei, Basismetalle 55 %.
Finanziell stiegen die Umsatzerlöse aus dem operativen Geschäft im zweiten Quartal um 77 % im Jahresvergleich auf 15.093 Crore Rupien. Das EBITDA legte um 108 % auf 9.285 Crore Rupien zu. Die EBITDA-Marge betrug 62 % gegenüber 52 % im Vorjahr.
Der Nettogewinn stieg um 142 % auf 6.412 Crore Rupien, das Ergebnis je Aktie betrug 15,18 Rupien. Im ersten Halbjahr lagen die Umsatzerlöse aus dem operativen Geschäft bei 28.840 Crore Rupien, das EBITDA bei 17.359 Crore Rupien und der Nettogewinn bei 11.881 Crore Rupien, was einem Anstieg von 143 % im Jahresvergleich entspricht. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 28,12 Rupien.
Das Unternehmen führte das Wachstum des Quartals-EBITDA auf höhere Metallproduktion, höhere Metallpreise, niedrigere Produktionskosten und einen stärkeren US-Dollar zurück. Das Unternehmen veröffentlichte außerdem ungefähre Sensitivitäten des jährlichen EBITDA gegenüber zentralen Einflussgrößen. Demnach würde eine Veränderung des Zinkpreises um 100 US-Dollar je Tonne das EBITDA um etwa 725 bis 750 Crore Rupien beeinflussen, eine Veränderung des Bleipreises um 100 US-Dollar je Tonne um etwa 150 bis 175 Crore Rupien.
Eine Veränderung des Silberpreises um 1 US-Dollar je Feinunze würde das EBITDA um rund 200 bis 225 Crore Rupien verändern. Eine Veränderung der Zink-COP um 25 US-Dollar je Tonne hätte einen Effekt von etwa 225 bis 250 Crore Rupien, eine Veränderung des INR/USD-Wechselkurses um 1 Rupie einen Effekt von rund 325 bis 350 Crore Rupien. Das Unternehmen weist darauf hin, dass es sich bei diesen Werten um Näherungswerte handelt.
Zum 30. September 2026 beliefen sich die Bruttoinvestitionen und liquiden Mittel auf 17.439 Crore Rupien, die ausstehenden Gesamtverbindlichkeiten auf 6.171 Crore Rupien. Die Präsentation weist einen operativen Free Cashflow von 6.389 Crore Rupien aus, der vor Wachstumsinvestitionen ermittelt wurde.
Zudem meldete das Unternehmen einen Beitrag zum Staatshaushalt von 13.027 Crore Rupien im ersten Halbjahr von FY27, darunter 3.724 Crore Rupien an den Bundesstaat Rajasthan (einschließlich Bergbauabgaben). Diese Steuer- und Zahlungsangaben sind unternehmensseitig veröffentlicht und nicht testiert. In ihrer Präsentation skizziert das Unternehmen seine Sicht auf den Zinkmarkt.
Angespannte Lagerbestände und Angebotsstörungen treiben demnach ein globales Zinkdefizit an. Die Zinknachfrage dürfte im kommenden Jahrzehnt mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 1,4 % steigen. Nach 2030 wird ein strukturelles Angebotsdefizit erwartet, bedingt durch begrenzte Projektpipelines, Minenschließungen und rückläufige Exploration.
Das Unternehmen weist außerdem darauf hin, dass die durchschnittlichen Zinkreservengehalte von 6,9 % in den 1990er-Jahren auf 2,8 % im laufenden Jahrzehnt gesunken sind. Die Preisprognosen werden in der Präsentation Wood Mackenzie zugeschrieben, die laut Unternehmen darauf hindeuten, dass die Zinkpreise robust bleiben dürften. Zu Silber verweist das Unternehmen auf den World Silver Survey 2026, der nach seinen Angaben für 2026 ein sechstes aufeinanderfolgendes Marktdefizit erwarten lässt.
Laut Präsentation stieg der industrielle Anteil an der Silbernachfrage von 46 % im Jahr 2022 auf 58 % im Jahr 2025. Die Photovoltaik entfiel auf rund 17 % der Silbernachfrage. Ferner gibt das Unternehmen an, dass Blei-, Zink-, Kupfer- und Goldminen etwa 70 % der weltweiten Silberproduktion ausmachen.
Die Präsentation enthält außerdem makroökonomische Indikatoren, die vom Unternehmen angeführt werden, die aber nicht unternehmensseitig erhoben wurden. Sie verweist auf Daten des IWF zum BIP und auf CEIC-Daten zum Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes (PMI). Demnach expandierte die globale Industrie trotz begrenzter Kriegsauswirkungen, und Indien ist die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt.
Ferner seien die staatlichen Investitionsausgaben in sechs Jahren um das 2,6-Fache gestiegen, wobei die effektiven Investitionsausgaben für FY27 mit rekordverdächtigen rund 4,4 % des BIP veranschlagt sind. Unter den Projektaktualisierungen stellt das Unternehmen eine Erweiterung der integrierten raffinierten Zinkkapazität um 250 KTPA vor, bei der die Meilensteine in Ingenieurwesen und Beschaffung weitgehend erreicht sind. Damit würde die raffinierte Metallkapazität von 1,1 Millionen Tonnen pro Jahr (MTPA) auf 1,4 MTPA steigen.
Das Gesamtinvestitionsvolumen von rund 12.000 Crore Rupien ist genehmigt, die Fertigstellung ist für das 2QFY29 geplant. Zudem wird über Fortschritte bei Indiens erster Anlage zur Wiederaufbereitung von Zink-Abraumhalden berichtet, mit einer Einsatzkapazität von 10 MTPA, einer genehmigten Gesamtinvestition von 3.823 Crore Rupien und einer geplanten Fertigstellung im 4QFY28. Das Unternehmen erklärt, dass beide Projekte vom Verwaltungsrat genehmigt wurden.
Quellen: Hindustan Zinc Limited, Ergebnispräsentation 2QFY27 und Regulation-30-Offenlegung (Schreiben HZL/2026-27/SECY/98 vom 19. Oktober 2026), eingereicht bei BSE Limited und der National Stock Exchange of India Limited. Makroökonomische und Marktdaten wie vom Unternehmen angegeben, unter anderem von IWF, CEIC, World Silver Survey 2026 und Wood Mackenzie.
Quelle: bseindia.com