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Fünf große Zentralbanken im Fokus: Fed, EZB, BoJ, BoC und RBNZ entscheiden über ihre Leitzinsen in der Woche vom 26. Oktober bis 1. November

Fünf der weltweit größten Zentralbanken werden in der Woche vom 26. Oktober bis 1. November 2026 ihre Zinsentscheidungen bekanntgeben, wie der Wirtschaftskalender von LiteFinance zeigt, der am 21.

Oktober von Chefredakteurin Jana Kane veröffentlicht wurde. Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), die Bank of Canada (BoC) und die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) tagen alle am Mittwoch, dem 28. Oktober.

Die Europäische Zentralbank (EZB) folgt am Donnerstag, dem 29. Oktober, und die Bank of Japan (BoJ) am Freitag, dem 30. Oktober.

Die Quelle beschreibt die kommende Woche als voraussichtlich sehr volatil, wobei die Fed-Entscheidung als wichtigstes Ereignis der Woche gilt. Alle nachfolgend genannten Uhrzeiten beziehen sich laut Kalender auf GMT. Die Quelle weist darauf hin, dass Termine hinzukommen oder entfallen können.

Die Entscheidung der Federal Reserve ist für Mittwoch um 18:00 Uhr GMT angesetzt, gefolgt von der Pressekonferenz des FOMC um 18:30 Uhr GMT. Die Quelle erinnert daran, dass der frühere Fed-Vorsitzende Powell betont hatte, die Führung der Notenbank habe ihren Fokus auf die Stabilität des Arbeitsmarktes verlagert, wobei Zinsentscheidungen weiterhin von den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen abhängen würden. Angesichts der steigenden US-Inflation, die teilweise durch höhere Ölpreise getrieben wird, und der nach Angaben der Quelle restriktiven Haltung der meisten Fed-Mitglieder erwarten laut Kalender die meisten Marktteilnehmer eine weitere geldpolitische Straffung.

Als Basisszenario für diese Sitzung wird ein unveränderter Leitzins von 4,00 % genannt. Die erste Pressekonferenz des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh steht daher im Mittelpunkt, da seine Aussagen zum künftigen Kurs der Geldpolitik sowohl kurz- als auch langfristige Trends beim Dollar bewegen könnten. Die EZB veröffentlicht ihre Entscheidung am Donnerstag um 13:15 Uhr GMT, die Pressekonferenz beginnt um 13:45 Uhr GMT.

Der Hauptrefinanzierungssatz liegt derzeit bei 2,40 %, der Einlagesatz bei 2,25 %. Laut der Quelle hat die EZB-Führung signalisiert, dass die Risikobilanz für den Wirtschaftsausblick des Euroraums weiterhin nach unten geneigt sei. Als Gründe nennt sie die Energiekrise in der EU, eine hohe Unsicherheit, eine schwächere globale Wirtschaftsaktivität, straffere Finanzierungsbedingungen und den Zollstreit mit den Vereinigten Staaten.

Gleichzeitig hat die EZB klargemacht, dass die Zinsen erneut gesenkt würden, falls die Deflation zurückkehrt. Der Kalender weist darauf hin, dass hohe Ölpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten die EZB trotz des hohen Rezessionsrisikos im Euroraum in Richtung einer restriktiveren Haltung drängen könnten, wobei eine Pause nicht ausgeschlossen sei. Die Quelle erinnert zudem daran, dass sich der Euro nach einigen früheren EZB-Sitzungen und Pressekonferenzen innerhalb kurzer Zeit um 3 % bis 5 % bewegt hat.

Die Bank of Japan gibt ihre Entscheidung am Freitag bekannt. Eine genaue Uhrzeit ist im Kalender über den Zeitraum nach 03:00 Uhr GMT hinaus nicht angegeben. Die Pressekonferenz von Gouverneur Kazuo Ueda ist für 06:30 Uhr GMT angesetzt.

Der Leitzins Japans liegt laut Quelle bei 1,25 % und dürfte unverändert bleiben. Eine Senkung würde laut Kalender voraussichtlich den Yen schwächen und den japanischen Aktienmarkt stützen, während jeder Hinweis auf weitere Zinserhöhungen der Währung deutlich Auftrieb geben würde. Die Quelle erwartet eine erhöhte Volatilität beim Yen und an den asiatischen Finanzmärkten insgesamt.

Die Bank of Canada gibt ihre Entscheidung am Mittwoch um 13:45 Uhr GMT bekannt, die Pressekonferenz von Gouverneur Tiff Macklem beginnt um 14:30 Uhr GMT. Die Quelle merkt an, dass die Notenbank ihren Leitzins im Oktober 2025 auf 2,25 % gesenkt hat. Angesichts der anhaltenden Ereignisse im Nahen Osten und des starken Anstiegs der Ölpreise sei unklar, wie die Währungshüter entscheiden werden, wobei eine Pause als möglich gilt.

Ein restriktiver Ton würde den kanadischen Dollar stützen, während Signale einer expansiven Ausrichtung ihn schwächen würden. Die Entscheidung der RBNZ ist für Mittwoch um 01:00 Uhr GMT angesetzt. Laut Kalender hat die Notenbank ihren Leitzins im Juli 2026 um 0,25 Prozentpunkte auf 2,75 % angehoben, die erste Erhöhung seit November 2025.

Nach der vorherigen Anhebung gab der neuseeländische Dollar nach, da Anleger weniger auf die Maßnahme selbst als auf die vorsichtigen Äußerungen der Notenbank zu weiteren Straffungen achteten. Die RBNZ argumentiert, dass ein frühzeitiges Handeln das Risiko späterer, schärferer Zinserhöhungen verringert. Gleichzeitig betont sie, dass künftige Entscheidungen von der Abwägung der Inflationsrisiken auf mittlere Sicht abhängen werden.

Der Kalender besagt, dass die Notenbank die Zinsen erneut anheben oder die Einstellungen vorerst unverändert lassen könnte. Mehrere wichtige Datenveröffentlichungen begleiten die geldpolitischen Entscheidungen. Der Verbraucherpreisindex Australiens wird am Mittwoch um 00:30 Uhr GMT veröffentlicht, RBA-Gouverneurin Michele Bullock spricht um 00:15 Uhr GMT.

Die Quelle weist darauf hin, dass das Inflationsziel der RBA bei 2 % bis 3 % liegt und dass das Protokoll der jüngsten Vorstandssitzung auf eine Verschiebung der Inflationsrisiken nach oben hindeutet. Am Donnerstag um 12:30 Uhr GMT veröffentlichen die USA die erste Schätzung des BIP für das dritte Quartal 2026 zusammen mit den Kerndaten der persönlichen Konsumausgaben (PCE), dem Inflationsmaß, das die Fed als primäre Orientierungsgröße nutzt. Laut Quelle wuchs das US-BIP im zweiten Quartal 2026 um 2,2 %, nach 2,1 % im ersten Quartal.

Der Tokioter Verbraucherpreisindex (CPI) wird am Donnerstag um 23:30 Uhr GMT veröffentlicht. In Europa wird das vorläufige BIP Deutschlands für das dritte Quartal am Freitag um 07:00 Uhr GMT veröffentlicht, nach einem Wachstum von 0,3 % gegenüber dem Vorquartal im zweiten Quartal 2026. Die erste Schätzung des BIP der Eurozone für das dritte Quartal folgt um 10:00 Uhr GMT, nach 0,6 % Wachstum im zweiten Quartal.

Die vorläufige HICP-Inflationsschätzung für Deutschland erscheint am Freitag um 13:00 Uhr GMT. Die Quelle beschreibt das Inflationsbild als eines, in dem die Preise hoch bleiben und gelegentlich anziehen, was die EZB angesichts der Rezessionsrisiken in Richtung einer straffen Geldpolitik dränge. Früher in der Woche veröffentlicht die EZB die Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) am Dienstag um 09:00 Uhr GMT, und der Verbrauchervertrauensindex des Conference Board für die USA erscheint am selben Tag um 14:00 Uhr GMT.

Am Samstag um 01:30 Uhr GMT werden die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in China veröffentlicht. Werte über 50 gelten allgemein als positiv für den Yuan. Schließlich erinnert der Kalender daran, dass die USA in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 1.

November, zur Normalzeit wechseln, während Europa seine Uhren bereits in der Vorwoche um eine Stunde zurückgestellt hat. Der Inhalt spiegelt die Meinung des Autors bei LiteFinance wider und dient ausschließlich Informationszwecken. Er stellt keine Anlageberatung dar.

Quelle: litefinance.org

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