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Gold und Silber fallen deutlich, da Verkaufswelle bei Edelmetallen trotz unterstützender Faktoren

Edelmetalle verloren am Donnerstag, dem 22. Oktober 2026, deutlich, da sich die risikoaverse Stimmung an den Märkten ausbreitete, wie Barchart berichtet. Die Dezember-Gold-Futures an der COMEX gaben um 86,5 Punkte bzw.

2,07 % nach, während Dezember-Silber an der COMEX um 2,350 Punkte bzw. 4,07 % fiel. Barchart-Kolumnist Rich Asplund führte die Bewegung zum Teil auf einen starken Ausverkauf bei Technologieaktien und auf die Spannungen im Nahen Osten zurück.

Er merkte an, dass einige Anleger möglicherweise Edelmetallpositionen verkauft haben, um Margin-Verluste bei Aktien abzudecken. Auch Bitcoin verlor im Tagesverlauf mehr als 3 %. Gold notierte niedriger, obwohl mehrere Faktoren den Kurs normalerweise stützen würden.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um 8 Basispunkte, und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve auf der FOMC-Sitzung vom 27. bis 28. Oktober ging von 15 % am Mittwoch auf 11 % zurück. Gold profitierte zudem nicht von der Nachfrage nach sicheren Anlagen, die mit den steigenden Spannungen im Nahen Osten verbunden ist.

Barchart berichtete über mehrere Angriffe der Huthi-Miliz in den vergangenen zwei Tagen auf saudische Ziele, darunter ein Ölfeld, ein Hafen und ein Flughafen in Dammam. Das US-Außenministerium ordnete außerdem die Evakuierung von nicht unbedingt benötigtem Personal und deren Familien aus Saudi-Arabien an. Dies löste Spekulationen über mögliche neue militärische Maßnahmen der USA gegen Iran und/oder die Huthi-Miliz im Jemen nach der US-Wahl aus.

Die Aktivität der Zentralbanken zeichnete ein gemischtes Bild. Barchart berichtete, dass die russische Zentralbank ihre Goldreserven zum 1. Oktober auf 72,8 Millionen Unzen reduziert hat, der niedrigste Stand seit sieben Jahren.

Russland ist damit der sechstgrößte Goldbesitzer unter den Zentralbanken weltweit. Dagegen stiegen die Goldbestände der chinesischen Zentralbank (PBOC) im September um 740.000 Feinunzen auf 77,47 Millionen Feinunzen. Dies war der größte monatliche Zuwachs seit drei Jahren und der 23.

Monat in Folge mit Goldkäufen der PBOC. Auch die Investmentströme boten etwas Unterstützung. Barchart berichtete, dass die Long-Positionen in Gold-ETFs am Dienstag ein Vier-Jahres-Hoch erreichten, während die Long-Positionen in Silber-ETFs am vergangenen Freitag auf ein 6,5-Monats-Hoch stiegen.

Auf den Devisenmärkten stieg der Dollar-Index (DXY00) um 0,06 %, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen den negativen Effekt niedrigerer Staatsanleiherenditen überwog. Der Euro geriet unter Druck durch soziale Unruhen in Frankreich und einen starken Anstieg der französischen Anleiherenditen. Die Rendite der zehnjährigen französischen OAT erreichte ein 24-Jahres-Hoch von 5,07 %.

Der japanische Yen legte aufgrund von Rückführungsnachfrage zu, nachdem der Nikkei-Index um 2,65 % eingebrochen war. Der Artikel enthält keine Preisprognosen von Analysten für Gold oder Silber. Quelle: Barchart.com, „Dollar Moves Higher on Safe-Haven Demand“ von Rich Asplund, veröffentlicht am 22.

Oktober 2026.

Quelle: barchart.com

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