Die Glencore plc meldete für das dritte Quartal 2026 eine eigene Bleiproduktion von 38,9 kt, was einem Rückgang von 9 % gegenüber den 42,6 kt im zweiten Quartal entspricht. Dies geht aus dem Produktionsbericht für das dritte Quartal 2026 hervor, der am 29. Oktober 2026 über den Dienst JSE SENS veröffentlicht wurde.
Seit Jahresbeginn belief sich die Bleiproduktion auf insgesamt 122,7 kt, was 8 % unter den 132,7 kt im vergleichbaren Zeitraum 2025 liegt. Die Produktion im dritten Quartal 2025 betrug 41,8 kt. Konzernchef Gary Nagle bezeichnete das Quartal als starke Produktionsleistung; die wichtigsten Standorte hätten sich weitgehend im Rahmen der Erwartungen und der zuvor kommunizierten Prognosen bewegt.
Der Rückgang im Quartalsvergleich konzentriert sich auf Australien. Blei im Konzentrat aus den australischen Betrieben (Mount Isa und McArthur River zusammen) sank um 7 %, von 34,1 kt im zweiten Quartal 2026 auf 31,7 kt im dritten Quartal 2026. Innerhalb dieser Summe fiel McArthur River von 13,8 kt auf 11,8 kt, während Mount Isa leicht von 20,3 kt auf 19,9 kt zurückging.
Die Bleimetallproduktion von Kazzinc sank im Quartalsvergleich um 19 %, von 8,5 kt auf 6,9 kt, während Blei im Konzentrat von null auf 0,3 kt stieg. Rechnet man mit den gemeldeten Quartalszahlen, entfällt der absolute Rückgang in Australien von rund 2,4 kt auf den größten Teil des Rückgangs der Konzernbleiproduktion von rund 3,7 kt, während die Gesamtproduktion von Kazzinc an Blei um rund 1,3 kt zurückging. Bei Kazzinc ist zwischen zwei Bleiströmen zu unterscheiden.
Die von Kazzinc erzeugte Bleimetallmenge stieg seit Jahresbeginn auf 22,8 kt, gegenüber 20,7 kt im vergleichbaren Zeitraum 2025, ein Anstieg um 10 %. Blei im Konzentrat sank dagegen von 7,8 kt auf 0,4 kt, ein Rückgang um 95 %. Die gesamte eigene Bleiproduktion von Kazzinc belief sich auf 23,2 kt und lag damit 19 % unter den 28,5 kt des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.
Der Rückgang von 19 % ist daher vor allem auf die Konzentratlinie zurückzuführen und nicht auf die Produktion von raffiniertem Metall. Der Bericht führt den niedrigeren Gesamtwert ebenso wie bei Zink auf die begrenzte Verfügbarkeit hochwertiger Drittkonzentrate für das Blending zurück, wodurch die Schmelzen eigenes Material langsamer verarbeiten konnten. Einschließlich zugekaufter Einsatzstoffe lag die gesamte Bleimetallproduktion der Schmelzen von Kazzinc seit Jahresbeginn bei 60,6 kt, ein Anstieg um 6 % gegenüber 57,0 kt.
Die Schließung der Kupfermine Mount Isa ist für die australischen Betriebe von Bedeutung, betrifft jedoch Kupfer und nicht Blei. Laut Bericht erfolgen Kupferverhüttung und Kupferraffination nach der planmäßigen Schließung der Kupfermine Mount Isa im Juli 2025 (im Highlight-Abschnitt wird das dritte Quartal 2025 genannt) nun vollständig auf Basis von Drittmaterial. Die Kupfermetallproduktion von Mount Isa betrug 2026 null, verglichen mit 41,2 kt im vergleichbaren Zeitraum 2025.
Der Bericht nennt diese Schließung nicht als Ursache für den Bleirückgang. Er beschreibt die australische Bleiproduktion seit Jahresbeginn mit 99,5 kt und einem Rückgang von 5 % als im Wesentlichen im Einklang mit dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Bleimetallproduktion der metallurgischen Lohnschmelzen von Glencore, zu denen Portovesme, Asturiana, Nordenham, Northfleet und die CEZ Refinery gehören, stieg im Quartalsvergleich um 3 % auf 41,9 kt im dritten Quartal 2026, nach 40,7 kt im zweiten Quartal.
Seit Jahresbeginn lag sie mit 136,2 kt um 4 % unter den 142,5 kt des Vorjahres. Bei den Preisen nennt der Bericht einen durchschnittlichen LME-Cash-Bleipreis von 1.912 US-Dollar je Tonne für das laufende Jahr 2026 gegenüber 1.961 US-Dollar je Tonne im vergleichbaren Zeitraum 2025, ein Rückgang von 2 %. Der LME-Cash-Bleipreis lag am 30.
September 2026 bei 1.837 US-Dollar je Tonne, verglichen mit 1.968 US-Dollar je Tonne am 31. Dezember 2025. Einen Durchschnittspreis für das dritte Quartal nennt der Bericht nicht.
Die Produktionsprognose für 2026 umfasst Kupfer, Zink, Nickel und Kohle, nicht aber Blei. Der Bericht ist eine quartalsweise Produktionsveröffentlichung. Er enthält keine Blei-Angebots- und Nachfragebilanz, keine Schätzungen zum Verbrauch im Batteriesektor, keine Daten zur Sekundärproduktion aus Recycling und keine Preisprognosen.
In den Hinweisen für Redakteure erklärt Glencore, dass zu den Kunden Batteriehersteller gehören, der Bericht enthält jedoch keine bleispezifischen Mengenangaben für dieses Segment. Eine Einschätzung der Recyclingproduktion und der Batterienachfrage würde zusätzliche Quellen erfordern. Quelle: Glencore plc, Third Quarter 2026 Production Report, 29.
Oktober 2026, veröffentlicht über JSE SENS (Sharenet, sharenet.co.za).
Quelle: sharenet.co.za